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Fahrrad

Die schönsten Fahrradwege in Sachsen

Sachsens landschaftliche Vielfalt kommt den Radwegen des östlichen Bundeslandes zugute.

© Pixabay.com / MabelAmber / https://pixabay.com/de/

Die gut ausgebauten Radwege an Neiße und Spree, aber auch an der Elbe bieten ideale Voraussetzungen für lange Touren. Die Fahrradwege in Sachsen eignen sich sowohl für kleine Touren, die als Ausflüge mit der Familie geplant werden als auch für diejenigen, die beim Radwandern die Region entdecken wollen. Eines darf neben einem intakten Fahrrad aber nicht fehlen: ausreichend Muskelkraft, denn im Vergleich zum Norden der Republik hält Sachsen ein landschaftliches Kontrastprogramm bereit.

Pleißeradweg führt zu Denkmälern und historischen Reminiszenzen

Der Pleißeradweg ist einer der bekanntesten und auch schönsten Radwege des Landes. Er schlängelt sich entlang der Pleiße, deren Quelle sich im beschaulichen Ebersbrunn befindet. Von dort führt die Pleiße weiter durch das Altenburger Land bis in die Nähe von Leipzig, wo sie schließlich in die Weiße Elster mündet. Der Pleißeradweg verspricht beeindruckende Impressionen. So führt er zum einen zu Industriedenkmälern, zeigt aber auch Erinnerungen an die Historie. Neben den zahlreichen historischen Gebäuden ist die Region vor allem für ihre landschaftliche Vielfalt bekannt. Zu den Höhepunkten gehören die landschaftlichen Flußauen, die schon seit längerer Zeit unter Naturschutz stehen.

Für längere Touren bildet Ebersbrunn einen sehr guten Ausgangspunkt. Auf einer Höhe von insgesamt 443 Metern bietet der Radweg mit Asphalt und Pflaster zunächst recht komfortable Abschnitte. Immer wieder können kleinere Pausen eingelegt werden. So bietet sich in Werdau beispielsweise der Besuch des Stadt- und Dampfmaschinenmuseums an. 

Unberührte Natur auf dem Froschweg

Um Sachsens Fahrradlandschaft in Ruhe und ohne viel Trubel entdecken zu können, ist eine Radtour auf dem Froschradweg empfehlenswert. Der Froschradweg erstreckt sich in einer ganz anderen Region Sachsens, in der Oberlausitz. Hier erwartet die Radfahrer bis heute vorwiegend unberührte Natur. Der Froschradweg ist nicht so bekannt wie die anderen Radwege des Bundeslandes und gilt daher noch immer als geheime Perle. Hier bietet sich tatsächlich noch genügend Ruhe, um die Natur zu entdecken. Die insgesamt 270 Kilometer führen durch die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Sie ist das einzige Biosphärenreservat, das von der UNESCO in dem Bundesland benannt wurde. 

Genießen auf dem Elberadweg

“Wer eine Radtour in Sachsen plant, sollte den Elberadweg nicht vergessen. Er bietet sich hervorragend für ruhige Radtouren an und gilt mittlerweile als der wohl abwechslungsreichste Fernradweg in Deutschland.”, erklärt Lukas Krause von fahrradbook.de. Vor allem landschaftlich ist der sehr gut ausgebaute Radweg unheimlich reizvoll. So erwarten die Radfahrer grandiose Felsformationen ebenso wie sanft verlaufende Hügelketten. Die Flussauen sind bis heute unberührt und zeigen das ursprüngliche Landschaftsbild des Bundeslandes.

Insgesamt ist der Elberadweg genau 1.260 Kilometer lang und führt dabei durch die verschiedensten Regionen Sachsens. Höhepunkt ist hier die Sächsische Schweiz, die landschaftlich kaum reizvoller sein könnte. Von Bad Schandau bis nach Torgau erstreckt sich einer der schönsten Abschnitte des gesamten Radweges. Bevor die Sächsische Schweiz mit ihren Bergen erreicht wird, passiert der bekannte Radweg die Sächsische Weinstraße. Von dem Rad aus lässt sich immer wieder ein Blick auf die steilen Weinberge werfen. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin F. Wittig.