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Die Schwarze Kunst ist wieder offen

Zurück zum Ursprung: Das Görlitzer Lokal ist wieder zur urigen Schankwirtschaft geworden. Im Dezember entfällt der Ruhetag – aus gutem Grund.

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© Pawel Sosnowski

Von Ingo Kramer

Görlitz. Robert Chylla kann sich nicht beschweren: „Gleich zur Neueröffnung vorigen Freitag war die Schwarze Kunst richtig voll“, sagt der neue Betreiber. Am darauffolgenden Abend mit einem Livekonzert der Band Hawaii Toasters sei ähnlich viel los gewesen, da seien die letzten Gäste bis halb vier am Morgen geblieben. Viele seien einfach neugierig gewesen, wollten sehen, was aus dem Lokal geworden ist, das zuletzt als Steakhaus bekannt war. Robert Chylla führt es zu seinen Ursprüngen als urige Schankwirtschaft zurück: Gutbürgerliche Küche, rustikal, preisgünstig, Studentenrabatt und nach 21 Uhr noch eine „Nachtschwärmerkarte“ mit kleineren Speisen, etwa Strammer Max für 5,50 Euro oder geröstete Bauernschnitten mit Knoblauch und Butter für 4,20 Euro.

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Augen auf beim Küchen-Kauf
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Wer auf der Suche nach einer neuen Küche ist, sollte Wert auf professionelle Beratung und Planung vor Ort legen. Darum sollten Sie zu Hülsbusch nach Dresden oder Weinböhla gehen.

Für Dezember sieht die Liste der Vorbestellungen schon jetzt gut aus, sagt der 40-Jährige: „Mehrere Stammtische haben sich wieder angemeldet und sogar drei Ritteressen sind reserviert, ein viertes hat schon stattgefunden.“ 30 bis 40 Gäste passen in den größeren Saal, 15 bis 20 in den kleinen. Wegen der guten Nachfrage verzichten sein Team und er im Dezember sogar auf den eigentlich für Montag geplanten Ruhetag. Die Abende liefen seit der Eröffnung gut. Nur der Mittagstisch, den das Lokal jetzt an Wochenenden anbietet, wird noch nicht so gut angenommen. „Das muss sich wohl erst herumsprechen, bisher war nur abends geöffnet“, glaubt der Inhaber.

Komplett umgebaut hat er nicht: „Vor allem haben wir entrümpelt und alles neu gestrichen“, sagt er. Dazu gibt es einen neuen Tresen und eine nagelneue Küche. Ansonsten erkennen die Gäste das Lokal komplett wieder, mit Gewölben, Kamin, Fellen, Deko an den Wänden – alles urig und gemütlich. Manches ist aber neu, die Felle zum Beispiel oder die Echtholzlehnen an den Wänden. Die Deko ist bewusst einfach gehalten. „Das kommt bei den Leuten sehr gut an“, hat Robert Chylla festgestellt.

Doch auch für die Küche habe er schon einiges Lob erhalten. Er hat für die Neueröffnung ein ganz neues Team zusammengestellt mit zwei Köchen und zwei Kellnern, alles unverbrauchte Gesichter. „Ich habe niemanden irgendwo abgeworben“, sagt der Inhaber. Er will auch ab und zu öffentliche Veranstaltungen organisieren. Beim Kneipenfest im April soll es auf jeden Fall Livemusik geben, aber auch zwischendurch immer mal wieder, vielleicht einmal pro Monat: „Wir werden sehen, wie es angenommen wird.“ Die Karte ist zweisprachig: deutsch und polnisch. Da der Inhaber selbst auch polnisch spricht, kann er Gästen in dieser Hinsicht helfen.

Im ersten Obergeschoss soll künftig noch ein weiterer Gastraum mit bemalter Holzbalkendecke dazukommen – das so genannte „Herrenzimmer“. Es diente dem vorherigen Pächter lediglich als Abstellraum. Robert Chylla hat es noch nicht möbliert. Das soll erst nächstes Jahr passieren. Neugierige können das repräsentative Zimmer aber schon jetzt besichtigen, es ist frisch gemalert. Später soll es auch zum Ort für die regelmäßigen Stammtische unterschiedlicher Interessengruppen werden.

Mittagstisch von 11.30 bis 14 Uhr – im Winter nur am Wochenende, ab Ostern dann täglich außer Montag. Abends ab 17 Uhr geöffnet, derzeit ohne Ruhetag.