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Die Silber-Medaille elf Jahre nach Olympia

Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll hat 2008 Olympia-Bronze gewonnen. 2016 wurde die Silber-Werferin disqualifiziert. Jetzt rückt Obergföll nach.

Christina Obergföll zeigt ihre Bronzemedaille im Speerwurf bei den Olympischen Spielen 2008. 2019 bekommt sie Silber.
Christina Obergföll zeigt ihre Bronzemedaille im Speerwurf bei den Olympischen Spielen 2008. 2019 bekommt sie Silber. © Gero Breloer/DPA/dpa

Berlin. Elf Jahre nach den Olympischen Spielen in Peking erhält die frühere Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll endlich ihre Silbermedaille. Wie der Deutsche Olympische Sportbund am Donnerstag mitteilte, wird ihr DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Medaille am 24. August in Offenburg überreichen.

Acht Jahre nach der Olympia-Entscheidung hatte das Internationale Olympische Komitee IOC bei Nachtests der Olympia-Proben 2016 entschieden, die in Peking zweitplatzierte Russin Maria Abakumowa wegen Dopings zu disqualifizieren. Damit rückte Obergföll vom dritten auf den zweiten Platz der olympischen Speerwurf-Konkurrenz vor.

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"Es ist zu spät. Es hat jetzt für mich keinen großen Mehrwert, sondern mehr einen symbolischen Wert", hatte Obergföll nach der Bekanntgabe der Abakumowa-Disqualifikation erklärt. Beim ISTAF 2016 in Berlin beendete sie am 3. September ihre Karriere.

Abakumowa war die Einnahme der verbotenen Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen worden. 2011 hatte die Russin in Daegu den WM-Titel geholt, Obergföll verpasste damals als Vierte eine Medaille. 2013 wurde sie dann Weltmeisterin in Moskau. (dpa)