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Die Sorgen der Dobraer Feuerwehr

Schon länger warten die Kameraden auf ein neues Gerätehaus. Das alte hat Mängel. Doch das ist noch nicht alles.

Die Sorgen der Dobraer Feuerwehr

Das Gerätehaus in Dobra hat seine besten Tage lange hinter sich. Kritik an den Zuständen gab es auch bereits von der Unfallkasse, welche unter anderem die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren auf Mängel kontrolliert
Die Sorgen der Dobraer Feuerwehr Das Gerätehaus in Dobra hat seine besten Tage lange hinter sich. Kritik an den Zuständen gab es auch bereits von der Unfallkasse, welche unter anderem die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren auf Mängel kontrolliert © Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

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Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr von Dobra hat seine besten Zeiten schon vor vielen Jahren erlebt. Inzwischen gibt es immer mehr Mängel an der Gebäudesubstanz, aber auch an der Ausstattung. Denn die ist absolut nicht mehr zeitgemäß.

Der Teich am Mittelweg müsste dringend geschlämmt werden.
Der Teich am Mittelweg müsste dringend geschlämmt werden. © Dirk Zschiedrich

Geredet wird über ein neues Gerätehaus schon länger. So gab es offenbar auch die Idee, zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund ein Funktionsgebäude zu bauen, ein Teil Gerätehaus, ein Teil ASB-Rettungswache. Doch daraus ist bisher nichts geworden. Und mittlerweile sind die Dobraer Kameraden auch ziemlich misstrauisch, befürchten, dass die Pläne von einem neuen Gerätehaus unter den Tisch gekehrt wurden. Doch dem ist nicht so. Das Vorhaben bleibt auch im Rathaus von Dürrröhrsdorf-Dittersbach im Gespräch.

„Wir brauchen in Dobra ein neues Gerätehaus. In dem alten werden nicht einmal die Mindestgrößen eingehalten“, sagt Hauptamtsleiter Norbert Bläsner. Kritik von der Unfallkasse habe es ebenfalls schon gegeben. Deshalb hat die Gemeinde auch beim Landratsamt angezeigt, dass in Dobra in den nächsten fünf Jahren ein neues Gerätehaus gebaut werden muss. Für 2019 soll das Verfahren für den Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. Und dann müsse man sehen, ob der eigentliche Bau finanziell schon für 2020 eingeordnet werden könne. Eine Idee, wo das neue Gerätehaus hinkönnte, gibt es ebenfalls, und zwar auf eine Fläche, die sich bereits in Gemeindeeigentum befindet.

Zuletzt bekam die Feuerwehr von Stürza ein neues Gerätehaus. Das wird gemeinsam mit der benachbarten Feuerwehr in Heeselicht genutzt. Das Projekt gilt als bislang einmalig in der Region. Für Dobra wird aber offenbar eine Einzellösung angestrebt, möglicherweise gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund.

Doch ihr Gerätehaus ist nicht das einzige Problem, was den Dobraer Kameraden Kopfzerbrechen bereitet. Sie sorgen sich auch um die Kapazität an Löschwasser. Die beiden Löschteiche sind undicht, verlieren immer mehr Wasser. Der trockene Sommer hat das Problem verschärft. Jetzt sehen sie ihre Löschwasservorräte weiter schwinden. So bringt es ein Teich nur noch auf zwei Meter Wasserstand, vor Jahren seien das noch fünf Meter gewesen. Dass die Teiche nicht schon längst geschlämmt wurden, kritisieren die Feuerwehrleute. Dazu komme, dass es im Oberdorf auch keine Hydranten gebe. Die Gefahr, dass hier bei einem Brand nicht ausreichend Löschwasser herangeführt werden kann, ist deshalb groß. Vor allem in diesem Bereich würden sich große Gehöfte befinden, für die man einigermaßen viel Löschwasser benötige.

Wie schnell eine Lösung für die Dobraer Teiche gefunden wird, ist noch nicht klar. Zumindest habe die Gemeinde angefangen, einige Teiche im Gemeindegebiet auszubaggern. Es sei wichtig, diese zu entschlammen, sagt Hauptamtsleiter Bläsner. Eigentlich müsse man das aller fünf bis sechs Jahre tun. Die Dobraer Teiche wurden sicherlich schon viel längere Zeit nicht mehr ausgebaggert. Dazu kommt, dass zum Beispiel bei Starkregen in einen Teich auch Schlamm von den angrenzenden Feldern hinein gespült wird.

In den Haushaltsplan für das kommende Jahr sollen die Feuerlöschteiche jedoch mit aufgenommen werden. Denn auch im Rathaus wisse man, dass der große Teich in Dobra die einzige verlässliche Quelle ist, um an Löschwasser zu kommen. Die Kämmerei werde deshalb generell einen höheren Betrag für die Instandsetzung der Löschteiche im Gemeindegebiet von Dürrröhrsdorf-Dittersbach einstellen.