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Die Sorgen der Imker

Die Bienenfreunde aus dem Bischofswerdaer Land sorgen nicht nur für leckeren Honig, sondern auch für den Artenschutz. Sie brauchen Verstärkung.

© dpa

Bischofswerda. Die Honigbienen sind gefährdet – auch in Bischofswerda und Umgebung. Diesem Trend will der Bischofswerdaer Imkerverein entgegenwirken und sucht deshalb neue Mitstreiter.

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Der Imkerverein Bischofswerda und Umgebung zählt aktuell 15 aktive Mitglieder. Sie betreuen insgesamt 123 Bienenvölker. Ein Hauptanliegen des Vereins ist neben der Bestäubung von Blüten und der Gewinnung von Honig vor allem die Bewahrung dieser jahrhundertealten Tradition. Dies setzt viel Geschick, Können und Wissen der Vereinsmitglieder voraus, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Frenzel .

Bienenhonig ist nicht nur ein gesundes Nahrungsmittel, das gut schmeckt. Er ist neben anderen Bienenprodukten auch zu medizinischen Zwecken vielseitig verwendbar. Von einigen Mitgliedern wird über die Erzeugung von Honig hinaus auch die Zucht von Bienenköniginnen aktiv betrieben, um langfristig sanftmütige, starke und gesunde Bienenvölker zu erhalten.

Vor dem Hintergrund des starken Rückgangs der Insektenarten und -zahlen wäre eine ausreichende Blütenbestäubung ohne Bienen heutzutage nicht mehr möglich. Nur durch den Einsatz von Honigbienen in der Obstblüte kann es eine reiche Obsternte mit gesunden Früchten geben.

Aber auch private Grundstücksbesitzer können hier aktiv mit einer großen Blütenvielfalt mithelfen, sagt Michael Frenzel. Möglich ist das zum Beispiel, indem sie den Rasen ihres Gartens weniger mähen und den Bienen anstelle von Zierrasen und Thujahecken ein großes Angebot heimischer Blühpflanzen anbieten.

Die Honigbienen sind durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und eingeschleppte Parasiten stark in ihrem Bestand gefährdet. Diesem Trend wollen Imker, auch in der Region Bischofswerda entgegenwirken. Zur Verstärkung des Imkervereins, der ein sinnvolles Hobby mit dem Arten- und Naturschutz verbindet, sind neue, engagierte Mitstreiter jederzeit willkommen, sagt der Vereinsvorsitzende. Eine gute Gelegenheit, Kontakt zu Imkern der Region aufzunehmen, ist am Donnerstag, 22. März, 19 Uhr in der Gaststätte Schiebocker Stübl an der Heinrich-Heine-Straße. Dort treffen sich die Bienenfreunde zu ihrer nächsten Imkerversammlung. (SZ)

Kontakt: 03594 703950 oder 0170/1993318, [email protected]