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Die Spielplätze sollen mit der Stadt wachsen

Stadträte starten eine Aktion für die Großröhrsdorfer Spielplätze. Die sollen attraktiver werden.

© dpa

Von Reiner Hanke

Großröhrsdorf. Die Großröhrsdorfer Spielplätze sind immer wieder Gespräch. Ende des Vorjahres machte sich Stadträtin Anette Böhme (CDU) für das Thema stark. Hintergrund ist auch der Zuzug von Familien ins Rödertal. Die Stadt wachse, da müssten auch die Spielplätze mitwachsen, so die Meinung. Und das sogar im doppelten Sinne. Die Geräte seien schnell durchgeturnt. Und für etwas ältere Kinder gebe es auch zu wenig. Die Anregungen wurden von Eltern herangetragen, die damit gerade auch die Sicht der Kinder mitbringen und wissen, was gebraucht werde. Die Plätze seien durchaus passabel, aber es gebe auch Luft nach oben. Bürgermeisterin Kerstin Ternes hatte damals selbst eingeräumt, dass der eine oder andere Spielplatz ausbaufähig sei und versprach im Winter, die Stadt werde sich die Spielplätze anschauen.

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Anette Böhme stellte damals freilich auch fest, dass der Spielraum in der Stadtkasse für Spielplätze nicht so groß ist und regte Spendenaktionen an. 1 500 Euro aus Kreisen der Eigentümer des Rödertalparkes gingen schon zu Jahresbeginn ein.

Nun verlieh Stadträtin Eva Schwarzenberg (CDU) der Spielplatz-Initiative noch einmal Nachdruck und schrieb ihre Ratskollegen an. Sechs reagierten auch, zum Teil gemeinsam mit ihren Ehepartnern. So kommen nun weitere 800 Euro hinzu. Der Stadtrat stimmte für die Annahme der Spenden. Dazu übernahm Thomas Schöne (FDP) die Leitung der Sitzung als zweiter Stellvertreter der Bürgermeisterin. Das war eine durchaus ungewöhnliche und seltene Situation. Die Bürgermeisterin Kerstin Ternes selbst war abwesend und Vizebürgermeister Dietrich Krause befangen, weil er selbst zu den Spendern gehörte.

Stadtrat Jens Greif kündigte zudem an, seine Aufwandsentschädigung als Stadtrat von drei Monaten für die Spielplätze zu spenden. Das Geld soll in eine wetterfeste Tischtennisplatte aus Beton für den Spielplatz an der Silberspitze fließen. Der Spielplatz an der Oberschule sei ebenfalls ausbaufähig. Platz sei noch für Spielgeräte, ist sich die Stadträtin sicher. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, so Anette Böhme. Sie würde sich wünschen, dass nun noch mehr Großröhrsdorfer folgen und die Börse greifen. Sie denkt dabei auch an die Eltern und Anwohner selbst, wenn sie sehen, dass sich etwas Konkretes tut: „Wir würden sie schon gern mit einbeziehen.“ Sie sehe die Aktion wie einen Startschuss. Und vielleicht schließen sich auch Räte aus den anderen Fraktionen noch an.