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Die Standseilbahn fährt wieder

Die Standseilbahn ist startklar für die Ostersaison. Ab diesem Samstag ist die Touristenattraktion wieder in Betrieb,

© dpa

Annechristin Bonß

Dresden. Beim Osterspaziergang Dresden von oben bewundern – das ist in diesem Jahr auch mit der Standseilbahn möglich. Die hat jetzt erfolgreich die Tüv-Prüfung und die Frühjahrsrevision überstanden. Ab diesem Sonnabend können Besucher wieder zwischen Loschwitz und dem Weißen Hirsch die Fahrt in dem historischen Gefährt genießen.

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Bei der diesjährigen Untersuchung der Standseilbahn vom 5. bis 16. März wurde das 38 Millimeter dicke und 610 Meter lange Zugseil mit spezieller Technik geprüft. Damit stellen die Fachleute alle zwei Jahre fest, ob in dem geflochtenen Stahlseil, das aus sechs Litzen mit jeweils 25 Einzeldrähten besteht, etwas beschädigt oder gerissen ist. Obwohl das Seil in Ordnung ist und sicher hält, soll es 2020 gegen ein neues getauscht werden, teilen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit. Dann sind auch Reparaturen am Viadukt und die Modernisierung der Steuerung geplant.

Bis dahin kann die Bahn aber problemlos fahren. Die aktuelle Tüv-Prüfung ergab, dass die Anlage trotz ihrer 122 Betriebsjahre in einem bemerkenswert guten Zustand ist. Sie gilt zusammen mit der Schwebebahn als einzigartiges historisches Denkmal. Zweimal pro Jahr werden die Bahnen überprüft. Für die Standseilbahn ist der nächste Termin im November vorgesehen. An der Schwebebahn werden die Prüfer das nächste Mal ab dem 9. April erwartet.

Die Standseilbahn ist nun wieder Montag bis Freitag von 6.30 bis 20.30 Uhr unterwegs. Ab dem 29. März fahren die Bahnen sogar bis 21.30 Uhr. An diesem Sonnabend startet die erste Bahn 9 Uhr. Alle 15 Minuten – wenn viele Fahrgäste warten auch häufiger – verlassen die Bahnen die Stationen. Fünf Minuten dauert die Fahrt, auf einer Länge von 547 Metern wird ein Höhenunterschied von 95 Metern überwunden. Pro Stunde und Richtung können bis zu 630 Personen mitfahren.

Ein Anreiz für die Fahrt könnte ab Ostern auch ein Besuch des Luisenhofs sein, der dann wieder geöffnet ist. Während er geschlossen war, büßten die DVB gut ein Drittel der Fahrgäste ein. (mit SZ/noa)