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Sport

Die Statistik spricht für die Monarchs

Das Play-off-Viertelfinale gegen die Marburg Merceneries verspricht aus Sicht der Dresdner dennoch Spannung. Das beweist diese Analyse.

Trainer Ulrich Däuber warnt seine Dresden Monarchs davor, die Marburg Merceneries zu unterschätzen.
Trainer Ulrich Däuber warnt seine Dresden Monarchs davor, die Marburg Merceneries zu unterschätzen. © Jürgen Lösel

Dresden. Ja, es ist eine Pflichtaufgabe, wenngleich eine offenbar äußerst unangenehme. In der Vorankündigung des Vereins klingt das Play-off-Viertelfinale zwischen den American Footballern der Dresden Monarchs und den Marburg Mercenaries sehr dramatisch.

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„Es geht um alles“, erklären die Monarchs, die als Zweiter der Nordstaffel im Viertelfinale am Sonntag ab 14 Uhr im Heinz-Steyer-Stadion den Dritten der Süd-Staffel empfangen. Schon allein diese Konstellation verrät, wer sich im Normalfall am Ende durchsetzen sollte. 2014 gab es das letzte direkte Duell – übrigens mit identischen Platzierungen nach der Normalrunde. Die Partie endete 42:22 für Dresden.

Gleichwohl tun die Gastgeber gut daran, die Gäste nicht zu unterschätzen. Immerhin setzten sie sich im letzten Spiel der Hauptrunde bei den zweitplatzierten Frankfurtern durch. Für den Vizemeister der Vorsaison hatte diese Partie jedoch keine sportliche Bedeutung mehr. Weder nach oben noch nach unten konnten die Mainstädter rutschen. „Marburg hat sich über die Saison hinweg stetig verbessert. Nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen zu Beginn steuerten die Mercenaries nach und fanden in die Erfolgsspur“, warnt daher Monarchs-Trainer Ulrich Däuber.

Der beste Abwehrspieler darf gegen die „Söldner“ ran

„Inzwischen sind sie offensiv eine echte Macht und auch defensiv eine andere Hausnummer als noch zu Beginn der Spielzeit.“ Auch wegen der Offensivstärke der Marburger war es für die Dresdner unheimlich wichtig, dass deren Abwehrchef Adrian Joseph Wentland nach seinem Platzverweis im letzten Spiel der Normalrunde gegen die Berlin Rebels keine Spielsperre absitzen muss. Erst am Montag informierte der zuständige GFL-Obmann die Monarchs über die positive Personalie – übrigens per Post.

Für die Dresdner spricht nicht zuletzt die Statistik. Mit einer Unterbrechung – 2017 – zogen die Monarchs seit 2012 in schöner Regelmäßigkeit bis ins Halbfinale ein, standen 2013 sogar einmal im Finale um den German Bowl. Die Entwicklung der Marburg Mercenaries verläuft eigentlich genau entgegengesetzt. 2006 wurden die „Söldner“ deutscher Vizemeister. Seit fünf Jahren verpassten sie jedoch den Sprung unter die besten vier Mannschaften der German Football League.