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Die Tage des Weines und der Rosen

Der berühmte Henry-Mancini-Song prägte die Eröffnung der 50. Lessing-Tage im Kamenzer Ratssaal. Aber nicht nur er.

Von Frank Oehl

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Kamenz. Aller zwei Jahre, rückt die Kleinstadt Kamenz in den Fokus großer Politik. Das war auch zur Eröffnung der 50. Kamenzer Lessing-Tage nicht anders. Die Eröffnungsansprachen des OB Roland Dantz und der Kunstministerin Eva-Maria Stange waren der rahmengebende Auftakt für prägnante Laudationes zu den drei Preisträgern und die Dankesworte der Geehrten. Lessing-Preisträgerin Carolin Emcke wurde lange beklatscht, weil sie im Ratssaal der Lessingstadt vor Pegida und nach Charlie Hebdo kein Blatt vor den Mund nahm. Mit der publizistischen Erfahrung einer Frau, die die blutgetränkten Krisenherde dieser Welt und vor allem jene Menschen, die sie ertragen müssen, in den Mittelpunkt ihrer Reportagen gestellt hat. Vor der wichtigsten Preisübergabe war „Days of Wine and Roses“ von Henry Mancini erklungen – stark interpretiert von den Leipziger Musikstudenten des Jazz-Trios „moment‘s kon.cept“. Für die Mehrheit auf dem Planeten sind die Tage des Weines und der Rosen jene Sehnsucht, die viele von ihnen in die Wohlstandsländer treibt.

Als Blumenmädchen hatte zur Verleihung des Lessing-Preises des Freistaates auch Bea Walther aus dem Lessing-Museum alle Hände voll zu tun, wie man sieht.
Am Sonntag wurde im Stadttheater das Lese-Café des MDR-Figaro mit Carolin Emcke übertragen. Sendetechniker Oliver Hilbig sicherte das mit ab. © Matthias Schumann
Für das Catering auf drei Etagen im Kamenzer Rathaus sorgte das Team der Hutberggaststätte. Hier präsentiert Petra Haase die schmackhaften Häppchen-Platten. © Matthias Schumann

Für etwas Lokalkolorit sorgte übrigens Förderpreisträger Wolfram Höll. Der gebürtige Leipziger lebt und wirkt heute in der Schweiz, nahm die Reise in die unvergessene Heimat aber gern in Kauf. Von Biel nach Kamenz seien es zehn Stunden gewesen – Zeit, um auch an die Kindheit zurückzugehen. Den Dino-Park bei Bautzen habe er noch gut in Erinnerung, sagte der angehende Dramatiker, und mit der aus dem Saal gerufenen Korrektur „Saurierpark“ konnten alle schmunzelnd leben. Die Porzellanmedaille des Lessingförderpreises sei für einen jungen Autor Ermutigung und Bestärkung zugleich, sagte er. „Sie hätte sich auch in der Vitrine meines Vaters, der leider verstorben ist, gut gemacht.“

Zu einem eindrucksvollen Lessing-Tage-Start mit Wein und Rosen haben in Kamenz viele beigetragen. Hinter den Kulissen wirbelte zum Beispiel auch das Team der Hutberggaststätte, die für das Catering auf drei Etagen zuständig war. Nicht nur die Dessertvarianten überzeugten, sondern vor allem auch die sorbische Hochzeitssuppe mit Eierstich. So viel Heimat muss sein.

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