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Bischofswerda

Die Valtenbergkapelle muss warten

Eine Genehmigung für das Vorhaben in Neukirch gibt es inzwischen. Aber die Bauherren haben andere Sorgen.

Aus dieser Ruine auf dem Neukircher Valtenberg soll eine Kapelle werden. © SZ/Ingolf Reinsch

Neukirch. Bis die Ruine unweit der Bergbaude am Valtenberg sich in einen Schutzraum mit angeschlossener Kapelle verwandelt, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Wie Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) im Gespräch mit der SZ verriet, liege die Genehmigung für das Bauvorhaben zwar inzwischen vor, der tatsächliche Sanierungsbeginn muss sich allerdings aktuell dringenderen Vorhaben unterordnen. „Derzeit bin ich nicht in der Lage, mich auf die Kapelle zu konzentrieren“, gibt Wilderich Graf von Schall-Riaucour unumwunden zu. Auf dessen Wald steht das einstöckige Gebäude – allerdings nur hälftig. Mit der anderen gründet es auf dem Forstgrundstück von Konrad von Posern. Gemeinsam regten die beiden Waldnachbarn das Vorhaben Ende letzten Jahres an. Das geriet nun jäh ins Stocken. Schuld ist der Borkenkäfer, dessen zerstörerisches Treiben die Forstbesitzer kontinuierlich fordert: „Das Käferholz lässt sich derzeit nicht verkaufen. Meine Bemühungen richten sich nun darauf, neue Wasserflächen zu erwerben, diese trockenzulegen und das Holz darin zu lagern“, schildert Graf von Schall seinen aktuellen Fokus.

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Dennoch wollen die beiden Bauherren dem ursprünglichen Vorhaben, noch in diesem Jahr mit dem Projekt zu beginnen, derzeit noch keine Absage erteilen. Wann genau die Sanierung der Ruine, die während des Kalten Krieges wohl als Abwehrstation genutzt wurde, allerdings starten kann, darauf möchte sich Graf von Schall derzeit noch nicht festlegen.

Mit Kosten von 120.000 Euro rechnen die beiden Waldeigentümer. Eine Förderung von 35.000 Euro hat die Ile-Region Bautzener Oberland dafür bereits bewilligt.