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Die vier gefassten Gesellen sind sicher keine Tischler

Das Werkzeug, das die Polizei in ihrem Transporter findet, gehört offenbar anderen. Es ist nicht der einzige Fahndungserfolg.

© dpa

Region. Zwei Fahndungserfolge gegen mutmaßliche Einbrecher konnte die Polizei im Landkreis Görlitz am Freitag melden.

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Blick auf die in dem polnischen Kleintransporter sichergestellten Maschinen.
Blick auf die in dem polnischen Kleintransporter sichergestellten Maschinen. © Polizei

Der erste Fall ereignete sich am Freitag, wenige Minuten nach Mitternacht, an der A 4. Zöllner hatten einen Kleintransporter zur Kontrolle von der Autobahn gelotst. In dem in Polen zugelassenen Fahrzeug saßen vier Männer im Alter von 28, 42, 54 und 58 Jahren. Auf der Ladefläche des Mercedes entdeckten die Beamten einige Kettensägen sowie Maschinen der Marke Stihl und Werkzeuge eines Tischlerbetriebes, zu dem die Männer keine schlüssigen Angaben zur Herkunft geben konnten. Offenbar sollten die Gerätschaften ins Ausland gebracht werden.

Eine Streife des Polizeireviers Görlitz stellte anhand der Gerätenummern der Sägen fest, dass einige der insgesamt 21 Geräte bei einem Einbruch im Raum Fulda vor etwa drei Wochen gestohlen worden waren. Daher stellten die Beamten das Diebesgut sicher und erfassten die Personalien aller vier aus Polen stammenden Männer. Ob sie mit dem Einbruch in Verbindung stehen, werden die Ermittler der hessischen Kriminalpolizei prüfen. Zudem hat die Görlitzer Kriminalpolizei strafrechtliche Ermittlungen zum Vorwurf der Hehlerei eingeleitet.

Aus dem Polizeibericht vom 2. Februar

Unruhestifter in Gewahrsam

Weißwasser. In der Nacht zu Freitag verkraftete ein 33-Jähriger in Weißwasser die Kontrolle einer Streife an der Heinrich-Heine-Straße offenbar nicht. Als die Beamten mit der Überprüfung des Mannes fertig waren, warf er plötzlich mit einer Bierflasche in Richtung des Polizeiwagens und beleidigte die Polizisten. Da die Situation nicht zu beruhigen war, nahmen die Beamten den Unruhestifter in Gewahrsam. Ein Alkoholtest wies bei ihm umgerechnet 1,96 Promille aus. In den frühen Morgenstunden entließen die Beamten den Deutschen wieder, nachdem er ausgenüchtert hatte. Der Kriminaldienst des örtlichen Reviers hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung aufgenommen.

In zwei Wohnhäuser eingebrochen

Großschönau. In der Nacht zu Donnerstag oder am frühen Morgen sind Unbekannte in Großschönau in zwei Wohnhäuser eingebrochen. An der Neuschönauer Straße betraf es ein unbewohntes Haus, in welchem gebaut wird. Die Diebe stahlen hier einige Werkzeuge und Maschinen der Bauleute, darunter auch Akkuschrauber, Fräsen und Bohrmaschinen. An der Hauptstraße durchsuchten die Täter ein Wohnhaus und vier Nebengebäude. Hier verschwanden ein Flachbildfernseher sowie zwei Tablet-Computer spurlos. Der Wert der Beute betrug in Summe etwa 5000 Euro. Zudem war Sachschaden von rund 2000 Euro zu beklagen. Kriminaltechniker sicherten in beiden Fällen Spuren, deren Auswertung jedoch noch aussteht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben begonnen.

Eingebrochen und Mountainbike gestohlen

Görlitz. In den frühen Morgenstunden des Freitags drangen Unbekannte in ein Geschäft am Fischmarkt in Görlitz ein. Zu ihrer Beute gehörte ein graues Mountainbike der Marke Cannondale mit 29 Zoll im Wert von etwa 550 Euro. Vermutlich störte ein Zeuge die Täter und sie flüchteten. Die hinzugerufene Polizei sicherte Spuren am Tatort.

Zusätzliche Sicherung eingebaut - Autodiebe scheitern

Görlitz. Am Donnerstagabend ist ein unbekannter Mann in Görlitz beim Diebstahl eines Honda Civic gescheitert. Der Eigentümer hatte zusätzliche Sicherungstechnik einbauen lassen, so dass der Täter den Wagen nicht bewegen konnte. Zudem hatte eine Zeugin den Einbruch an der Martin-Ephraim-Straße bemerkt und sofort die Polizei informiert. Der Unbekannte flüchtete ohne Beute in die Dunkelheit. Eine Suche der hinzugeeilten Streifen blieb jedoch ohne Erfolg.

Da möchte man nicht am Stauende stehen

Weißenberg. Eine Streife der Autobahnpolizei hat am Donnerstagmittag auf der A 4 bei Weißenberg einen Sattelzug mit lebensgefährlich schlechtem technischen Zustand aus dem Verkehr genommen. Der mit rund 22 Tonnen Kiefernstämmen vollbeladene Laster konnte kaum mehr bremsen. Bei einer technischen Kontrolle standen nicht nur den erfahrenen Beamten die Haare zu Berge. Die Bremsanlage des Scania und des in die Jahre gekommenen Aufliegers brachte sage und schreibe weniger als vier Prozent Bremsleistung auf den Prüfstand. Zudem waren einige tragende Elemente des Lkw aufgrund der fortwährenden Belastung und schlechten Wartung durchgerissen. Auch die Federung war defekt. Das Ergebnis war klar: Ein technischer Sachverständiger stufte das Gespann als verkehrsunsicher ein. Die Verkehrspolizisten untersagten dem 52-jährigen Fahrer die Weiterreise. Damit der Lkw in dem Zustand erst gar nicht mehr auf die Straße kommt, schraubten die Beamten auch die Kennzeichentafeln ab und behielten sie mitsamt der Zulassungsbescheinigung ein. Nicht nur der Fernfahrer, sondern auch der Besitzer des Lasters werden Post von der Bußgeldstelle der Landesdirektion erhalten - verbunden mit einem saftigen Bußgeld im dreistelligen Bereich.

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Im zweiten Fall wurden am Donnerstag im Nieskyer Ortsteil Ödernitz zwei mutmaßliche Einbrecher vorläufig festgenommen. Der Polizei war nach Angaben eines Sprechers bei Niesky ein im Raum Zgorzelec zugelassener Peugeot aufgefallen. Ihnen war auch bekannt, dass der Wagen zuletzt an verschiedenen Tatorten bei Einbrüchen gesehen worden war. „Der Kleinwagen war zwischenzeitlich abgebogen und außer Sicht geraten, doch die Polizisten ließen nicht locker. Auf der Brunnenstraße in Ödernitz wurden sie fündig“, berichtet der Polizeisprecher. Am Steuer des Peugeot saß eine 25-jährige Frau. Sie stand augenscheinlich unter Drogeneinfluss. Der Beifahrer machte den Beamten gegenüber unglaubwürdige Angaben zu seiner Person. Mit einem Gerät zur schnellen Klärung der Identität, über welches die hinzugerufene Bundespolizei verfügt, stellte sich heraus, dass der Beifahrer die Beamten belogen hatte. Tatsächlich handelte es sich um einen 29-jährigen Zgorzelecer, der in der Vergangenheit wiederholt polizeilich aufgefallen war. Eine Durchsuchung ergab, dass der Mann zudem im Besitz einer geringen Menge Crystal war.

Im Peugeot befanden sich mehrere Flachbildschirme sowie ein Hochdruckreiniger und eine Fotokamera. Hierbei handelte es sich vermutlich um Diebesgut. Daher nahmen die Polizisten die beiden Tatverdächtigen vorläufig fest, stellten die gefundenen Gegenstände sicher und beschlagnahmten auch den Peugeot. Nach ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass zumindest der Hochdruckreiniger erst kurz zuvor bei einem Campingplatz am Olba-See bei Kleinsaubernitz gestohlen worden war.

Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Görlitz wurde die 25-jährige Fahrerin des Pkw zunächst wieder entlassen. Gegen sie bestand kein dringender Tatverdacht. Ihr Auto blieb jedoch bis auf weiteres im Besitz der Polizei. Der 29-jährige Haupttäter blieb im Gewahrsam der Polizei, bis eine Entscheidung zum Fortgang des Verfahrens getroffen wird. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem Einbruch sowie dem Besitz von Betäubungsmitteln dauern an. (szo)