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Die Wärme bleibt

Hitze und Trockenheit haben vor allem den Norden Sachsens fest im Griff. In mehreren Gebieten gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Abkühlung ist nicht in Sicht. Selbst die afrikanischen Tiere in den Zoos schwitzen.

© Symbolbild: dpa/Bernd März

Leipzig. Im Norden Sachsens herrschen weiter Hitze und riskante Trockenheit. Während im Vogtland und Erzgebirge am Wochenende örtlich Schauer für Abkühlung und Erfrischung sorgen, wartet der Norden vergeblich auf Regen. In den nördlichen Regionen der Landkreise Nordsachen und Meißen sowie westlich von Leipzig galt am Samstag die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 (sehr hohe Gefahr), wie Sachsenforst online mitteilte.

Die Stufe 4 (hohe Gefahr) galt in den Landkreisen Bautzen, Görlitz und rund um Dresden. Wenn die zweithöchste Warnstufe gilt, sollten Wälder eigentlich nicht mehr betreten werden. Ob das Betreten der Wälder behördlich verboten wird, entscheiden die Landkreise. Bislang haben die Kreise solche Verbote aber nicht ausgesprochen. Eine Entwarnung ist für den Norden Sachsens allerdings nicht in Sicht.

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Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatte es am Samstagvormittag im Vogtland bei Temperaturen um 16 Grad geregnet, dagegen wurden am Morgen in Leipzig bereits 27 Grad gemessen, von Regen keine Spur. Am Sonntag sollten die Regenfelder dann aber über das Vogtland und Erzgebirge bis in den Leipziger Raum ziehen. Zu Beginn der Woche sind Niederschläge nach DWD-Angaben wieder wenig wahrscheinlich und von Dienstag an soll es wieder heiß und trocken werden. Besonders in den Städten gibt es auch nachts kaum noch Abkühlung und die Temperaturen fallen selten unter 20 Grad.

Selbst den in Afrika beheimateten Tierarten wird es dieser Tage in Sachsen richtig heiß. Zoo-Bewohner suchen tagsüber schattige Plätze und baden öfter im Wasser, falls ein Becken vorhanden ist, wie die Zoologischen Gärten in Dresden und Leipzig mitteilten. Außerdem sei es - ähnlich wie beim Menschen: Die Tiere seien etwas träger und trinken mehr als üblich. Um die Hitze etwas erträglicher zu gestalten, werden die Nashörner im Zoo der Messestadt öfter geduscht. Die Tiger bekommen Tiefgefrorenes als Futter, etwa in Wassereimer eingefrorene Fische.

Für ihre Pinguine kühlen die Mitarbeiter des Dresdener Zoos das Wasserbecken auf 18 - 20 Grad herunter. Die Elefanten haben ihr eigenes Kühlsystem: Sie fächeln sich mit ihren großen Ohren Luft zu. Die berühmten Eistorten gibt es in beiden Zoos nicht. Das sei eher eine Belustigung für die Zuschauer, so die Sprecher. (dpa)