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Sachsen

Die Weihnachtsbaum-Ernte beginnt

Mit dem nahenden Weihnachtsfest beginnt bei vielen Familien in Sachsen nun die Suche nach dem geeigneten Baum. Ganz frische gibt's bald aus heimischen Wäldern.

In wenigen Tagen kommen die ersten, in Sachsens Wäldern frisch geschlagenen Tannenbäume zu den Händlern.
In wenigen Tagen kommen die ersten, in Sachsens Wäldern frisch geschlagenen Tannenbäume zu den Händlern. © Sina Schuldt/dpa (Symbolbild)

Dresden. Mit der Adventszeit startet in der kommenden Woche beim Staatsbetrieb Sachsenforst die diesjährige Weihnachtsbaumsaison. Wie das Unternehmen mitteilte, wird Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) dazu am Donnerstag im Wald bei Flöha (Mittelsachsen) mit Grundschüler ein Bäumchen aussuchen. Sachsenforst kann nach eigenen Angaben bis kurz vor dem Fest etwa 25.000 Weihnachtsbäume anbieten. Schätzungen zufolge stehen jährlich bis zu 1,5 Millionen in sächsischen Wohnungen.

Das Staatsunternehmen bietet mehrere Baumarten zum Verkauf. "Die Vorlieben sind in den Regionen unterschiedlich", sagt eine Sprecherin. Klassiker sei die Blaufichte, aber auch die Nordmann-Tanne, Colorado-Tanne oder die Edel-Tanne seien wegen der intensiven Nadelfarben und des Citrus-Duftes beliebt.

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Damit die Weihnachtsbäume möglichst frisch sind, werden sie erst kurz vor dem Verkauf geschlagen. "Die Anfragen zum Weihnachtsbaumkauf beim Förster sind jedes Jahr sehr groß und beginnen schon lange vor der eigentlichen Saison", sagt die Sprecherin. Für viele Familien gehöre es zur weihnachtlichen Tradition, den eigenen Weihnachtbaum auszuwählen und selbst zu schlagen. Ebenso nutzen auch Firmen das Weihnachtsbaumschlagen gerne als gemeinsames Erlebnis der Mitarbeiter.

Die Verkäufe werden zudem oft von einem Rahmenprogramm, etwa von Lagerfeuer und Glühwein begleitet. Die konstant hohe Nachfrage nach Weihnachtsbäumen aus der Region und dem Selbstschlagen sei ein Zeichen für die Verbundenheit der Menschen zu natürlich wachsenden Bäumen, dem Wald und der Natur, heißt es.

Viele der hier verkauften Bäumchen sind in solch einer Plantage gewachsen.
Viele der hier verkauften Bäumchen sind in solch einer Plantage gewachsen. © Monika Skolimowska/dpa

Auf seiner Weihnachtsbaumplantage bei Thiendorf (Kreis Meißen) hat auch Peter Grafe in der vergangenen Woche die ersten Bäumchen geschlagen. "Der Verkauf hat schon begonnen", sagt er. Auf den rund 6,5 Hektar wachsen etwa 42 000 Bäumchen. Wenn sie im Frühjahr gepflanzt werden, sind sie rund drei bis vier Jahre alt. Danach müssen sie noch fünf bis sechs Jahre gedeihen, so dass sie beim Verkauf ein Alter von etwa neun bis zehn Jahre und bis zu 4,5 Meter Höhe haben. Es gibt aber auch welche, die nur einen Meter groß sind. "Einige wollen nur ein kleines, andere brauchen für Dekorationszwecke größere Bäume." Einen Rückgang der Nachfrage etwa wegen des Klimawandels stellt Grafe nicht fest.

Grafe baut fast ausschließlich Nordmann-Tannen an. Einige Kiefern hat er noch stehen, auch Blautannen hatte er mal gepflanzt. Aber die Nachfrage sei zu gering gewesen. Vor allem an den Adventssonntagen finden sich an Grafes Plantage Interessenten ein, die selbst mit der Handsäge losziehen. Die Preise für die Bäumchen seien leicht gestiegen und lägen etwa zwischen 15 und 20 Euro je Meter.

Beim Baumarkt Hornbach, der auch in Sachsen einige Filialen betreibt, hat der Verkauf bereits am 22. November begonnen. Die Bäume seien in Deutschland und Dänemark großgezogen worden, heißt es. Das Unternehmen verlange von seinen Lieferanten, auf den Einsatz von Glyphosat oder neonicotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten.

Den Löwenanteil mache die Sorte Nordmann aus. Die Nachfrage nach künstlichen Weihnachtsbäumen sei in den vergangenen Jahren jedoch immer weiter gestiegen und man rechne damit, dass dieser Trend auch 2019 anhalte. Zudem gebe es eine leicht zunehmende Nachfrage nach getopften Bäumen. Zugenommen habe auch der Verkauf im Internet. "Das läuft sehr gut", sagt Pressesprecher Florian Preuß. Das sei so nicht erwartet worden, weil beim Weihnachtsbaumkauf die Begutachtung und das Aussuchen doch eine große Rolle spielten. (dpa)