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Die Weltmeisterbezwingerin

Bei der WM besiegt Deutschland mit Geisings Klara-Hermine Fomm den späteren Champion aus der Schweiz.

Von Stephan Klingbeil
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Spielte eine starke Premieren-Saison mit der Nationalmannschaft: Klara-Hermine Fomm (r.), hier bei der WM in Dänemark.
Spielte eine starke Premieren-Saison mit der Nationalmannschaft: Klara-Hermine Fomm (r.), hier bei der WM in Dänemark. © dpa

Viel hat nicht gefehlt, und Curlerin Klara-Hermine Fomm vom 1. SCV Geising hätte mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der WM im dänischen Silkeborg sogar noch die Chance auf den Halbfinaleinzug gehabt. Siegen gegen Lettland, Japan, die USA und den Gastgeber standen sechs teils sehr knappe Niederlagen gegenüber. Das Team um Skip Daniela Jentsch aus Füssen hatte die Play-offs der besten sechs Mannschaften bereits im Blick.

Doch dann setzte es eine bittere 4:10-Niederlage im vorletzten Spiel gegen die am Ende schlechter platzierten Finninnen. Die hier vergebenen Punkte fehlten am Ende wohl zum Weiterkommen. Da nützte es der deutschen Auswahl dann nicht einmal mehr, dass sie zum Abschluss den späteren Weltmeister aus der Schweiz in einem packenden Endspurt überraschend noch mit 10:8 bezwangen. Letztlich belegte das deutsche Curler-Quartett mit der 19-jährigen Schülerin aus dem Altenberger Ortsteil Löwenhain den neunten Rang.

„Platz neun ist für die erste Saison voll okay. Klar waren die Top acht unser Ziel, aber gerade im Curling, wenn jeder gegen jeden spielt, kommt es oft dazu, dass verlorene Spiele am Anfang der Woche einem dann am Ende die Platzierung kosten“, erklärt Klara-Hermine Fomm. „Fünf Siege sind aber super! Und in einigen Spielen haben wir auch nur ganz knapp den Sieg verpasst.“ Das zeige, dass ihr Team noch Luft nach oben habe.

„Dass sie knapp den achten Platz verpasst hat, ist schade, weil sie dann mehr Förderung erhalten hätte. Dennoch bin ich optimistisch, was dieses doch sehr neue Team betrifft“, sagt Julia Franke, Fomms Geisinger Trainerin und Lehrerin am Sportgymnasium in Altenberg. „Ich bin insgesamt stolz auf ihre Leistungen. Sie hat es geschafft, sich in das Team und die neue Situation zu integrieren und auch viele Opfer gebracht in der letzten Saison.“

Fomm sei mit dieser Herausforderung gewachsen. „Und ich freue mich, dass sie weitermachen möchte“, sagt Julia Franke. „Klara hat schon den Saisonplan für die nächste Saison und möchte nebenbei in Dresden studieren.“

Nach dem sensationellen Bronze bei der Europameisterschaft, der ersten deutschen EM-Medaille seit 2009, hatte Fomms Team Ende vorigen Jahres auch noch überraschend das Qinghai-Elite-Turnier in China gewonnen. Hinzu kamen weitere Halbfinalteilnahmen bei international hochklassigen Wettkämpfen. Mit dem guten neunten Platz ihres Teams bei der WM rundete die junge Altenbergerin eine starke Premierensaison in der deutschen Nationalmannschaft ab.

„Das war zwar nicht die Platzierung, die wir uns erhofft haben, aber trotzdem eine richtig gute Woche für uns“, erklärt Skip Daniela Jentsch. Sie sieht noch Potenzial in ihrer Mannschaft. „Die Chemie, die Entschlossenheit und auch der Spaß, den wir zusammen haben, macht dieses Team so großartig.“

Für ihr jüngstes Crewmitglied Klara-Hermine Fomm rückt nun erst einmal das Abitur ganz in den Mittelpunkt. Derzeit steckt sie mitten in der Prüfungsvorbereitung. Ihre Leistungsfächer sind Mathematik und Sport. Doch nach wenigen Wochen Pause beginnt auch schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison. Man darf gespannt sein, wie es für das Geisinger Talent im kommenden Winter weitergeht.

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