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Die wichtigsten Trends in den Görlitz-Visionen

Acht Görlitz-Studien aus den Jahren 2003 bis 2016 hat der Aktionskreis Görlitz ausgewertet. Manches taucht öfter auf.

Johann Friedrich Engel hatte 2013 eine Vision für den Berzdorfer See erstellt. Um die Zukunft ging es auch 2010 in der Görlitzer Kulturhauptstadtbewerbung, ebenso im Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Es gibt Gemeinsamkeiten und Trends in den Studien für Görlitz, die SZ fasst zusammen.

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Görlitz als Europastadt

Die Lage von Görlitz als östlichste Stadt Deutschlands und die Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec tauchen in fast jeder Zukunftsstudie auf. Wo man grenzüberschreitend mehr gemeinsame Sache machen könnte, sind Tourismus, Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, technische Infrastruktur, Kultur und Verwaltung. Gerade während der Kulturhauptstadtbewerbung 2010 war die Euphorie groß, sei seither aber wieder abgeflaut, so der Aktionskreis.

Görlitz als Tourismusstadt

Görlitz hat die historische Altstadt, Görlitz hat den Film. Die Studie von Engel sieht den Berzdorfer See als mögliches ganzjähriges Tourismusstandbein neben dem Stadttourismus. Der Aktionskreis sieht für den Tourismus zum Beispiel auch die Weltkulturerbe-Bewerbung für die Hallenhäuser als wichtig an.

Görlitz als Wirtschaftsstandort

Die wirtschaftliche Zukunft ist einer der wichtigsten Zukunftspunkte, in allen Konzepten spielt sie eine Rolle: Görlitz soll als Wirtschaftsstandort gestärkt werden, Arbeitsplätze erhalten, neue geschaffen werden. Es gibt dafür konkrete Ziele wie Breitbandversorgung, Ansiedlungsförderung, Unterstützung von Existenzgründern, Spezialisierung der Wirtschaft. Seit etwa zwei Jahren spielt Görlitz auch in der Kreativwirtschaft eine größere Rolle.

Görlitz als Knotenpunkt

Historisch gesehen ist Görlitz die Kreuzung zweier wichtiger Verkehrsrouten. Das ist sie heute noch, will man nach Dresden, Breslau, Berlin, Cottbus und Zittau. Die Diskussionen um die Verbesserung und den Ausbau von Straßen und Schienennetzen in allen Richtungen laufen, teils recht hitzig. In den meisten Zukunfts-Studien spielt auch der innerstädtische Verkehr eine Rolle, um die Stadt attraktiver zu machen. Görlitz als Stadt der kurzen Wege ist ein Schlagwort, gute Erreichbarkeit der Innenstadt ein anderes. Vor allem geht es um einen effizienten öffentlichen Nahverkehr.

Görlitz als Stadt mit Lebensqualität

Das ist ein Punkt, der sich sehr allgemeingültig anhört. Wenn man bestimmte Görlitzer Qualitäten herausarbeitet, kann Lebensqualität für die Stadt durchaus zu einem Alleinstellungsmerkmal werden. Dazu zählen zum Beispiel die vielfältige Kultur und ihre Angebote in Görlitz, der Wohnstandort Görlitz, der Erhalt und die Neuerschließung von Grün- und Erholungsbereichen, die Entwicklung des Sees und anderer Freizeitangebote.

Görlitz als Stadt mit mehr Potenzial

Aus den bisherigen Studien zeigen sich manche Görlitzer Zukunftstrends. Anderes ist in den Studien aber noch wenig beleuchtet, zum Beispiel die Themen Digitalisierung, neue Ökonomien und neue Arbeitsstrukturen. Auch die Themen Bildung, Stadtklima und Umwelt haben bisher in keiner der Studien Höchstwert. (SZ/sdn)