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Die Wut verblasst am Wahltag

Der neue Bürgermeister holt jeweils mindestens 69 Prozent der Stimmen für sich. Auch die Briefwahl fiel eindeutig aus – DA-Redakteur Eric Mittmann über Großweitzschens Wahlbeteiligung.

© André Braun

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Der neue Bürgermeister holt jeweils mindestens 69 Prozent der Stimmen für sich. Auch die Briefwahl fiel eindeutig aus.

Großweitzschen hat einen neuen Bürgermeister. An dieser Stelle erst einmal Glückwunsch an Jörg Burkert von den Freien Wählern. Dass dessen Wahl allerdings mit einer Beteiligung von gerade einmal 66 Prozent endet, ist beinahe schon erschreckend. Da haben die Bürger schon mal die Möglichkeit, ihr direktes Umfeld mitzugestalten und bedanken sich dann, indem ein Drittel der Wahlberechtigten Zuhause bleibt. Gerade in einer Gemeinde wie Großweitzschen, die in den letzten Jahren von so vielen Krisen gebeutelt wurde, sollte doch eigentlich etwas mehr Handlungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein zu erwarten sein. Vor einer Woche sah es in Großweitzschen jedenfalls noch anders aus. Da füllten plötzlich mehr als einhundert Bürger den Versammlungsraum, um ihrem noch kommissarischen Bürgermeister ihren Unmut kundzutun. Wo war diese Wut denn plötzlich? Im Ergebnis macht sie sich zumindest nicht bemerkbar. Das hier soll keine Kritik am neuen Bürgermeister sein. Große Aufgaben liegen vor ihm, die er klug und gewissenhaft meistern muss. Dabei wünscht ihm wohl jeder gutes Gelingen. Die Wut der Bürger sollte jedoch nicht am Wahltag verblassen und in Lethargie enden. Wer möchte, dass sich in seinem Umfeld etwas ändert, muss dafür etwas tun – und in diesem Fall heißt das: wählen gehen.

E-Mail an Eric Mittmann

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