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Dresden

Die Zukunft wird in Dresden gemacht

Auf der Messe „Connect-ec“ konnten Besucher am Wochenende faltbare Handys, Roboterarme und fliegende Taxis bestaunen.

In Dresden wird das Flugtaxi "X-1" entwickelt. Diego Schierle (li.) und Sebastian Wolf von "Flügel Aeronautics" stellen ein flugfähiges Modell des Flugzeugs an diesem Sonntag im Kongresszentrum vor.
In Dresden wird das Flugtaxi "X-1" entwickelt. Diego Schierle (li.) und Sebastian Wolf von "Flügel Aeronautics" stellen ein flugfähiges Modell des Flugzeugs an diesem Sonntag im Kongresszentrum vor. © Flügel Aeronautics, Rene Meinig, SZ/Uwe Nitschke

Holodecks, Flugshuttles und Roboter, die sich wie Menschen verhalten: Wer Serien wie Star Trek noch vor zehn Jahren als pure Spinnerei abgetan hat, muss mittlerweile eines Besseren belehrt werden. Davon durften sich die Dresdner am Wochenende im Kongresszentrum überzeugen. Dort fand Deutschlands erste Telekommunikationsmesse, die „Connect-ec“, statt – mit ganz viel Zukunftstechnologie made in Dresden.

Brillen, die ihre Träger in virtuelle Realitäten eintauchen lassen, faltbare Handys und Roboterarme, die Arbeiten in gefährlichen Umgebungen erledigen, waren nur drei Erfindungen, die Besucher staunen ließen. Das Dresdner Start-up „Flügel Aeronautics“ hatte eine flugfähige Drohne mitgebracht – noch im Maßstab 1:5. In drei Jahren wollen die Tüftler erstmals mit einem großen Zweisitzer abheben. Das Flugtaxi wird senkrecht über zwei elektrisch betriebene Rotoren abheben, so der Plan. In der Luft entfalten sich dann die Flügel, ein dritter Propeller löst die Rotoren ab und der waagerechte Reiseflug beginnt, diesmal mit Benzin. Inzwischen hat sich die Firma ihre Entwicklung patentieren lassen.

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"Flügel Aeronautics"-Geschäftsführer Diego Schierle hat auch ein 1:1-Holzmodell des Flugtaxis mit ins Kongresszentrum gebracht.
"Flügel Aeronautics"-Geschäftsführer Diego Schierle hat auch ein 1:1-Holzmodell des Flugtaxis mit ins Kongresszentrum gebracht. © Marion Doering

Einsteigen dürfen soll jeder, der eben mal schnell in den Supermarkt oder zum Arzt muss. Ganz egal, ob er einen Pilotenschein, einen Führerschein oder nichts von beidem hat. Denn fliegen soll das Taxi vollautomatisch. Die neue, superschnelle Internetgeneration „5G“ soll dies möglich machen. Um auch die skeptischsten Messebesucher zu überzeugen, dass das Taxi locker in eine Parklücke passt, hatte Geschäftsführer Diego Schierle ein 1:1-Modell aus Holz mit ins Kongresszentrum gebracht. Und damit aus dem Holz bald Hochtechnologie wird, die über den Köpfen der Dresdner schwebt, sucht das Start-up jetzt Investoren. Die erste Phase der Entwicklung war über den Europäischen Sozialfonds mitfinanziert worden.

Die Messe „Connect-ec“ fand zum ersten Mal statt. Ins Leben gerufen wurde sie vom Weka Media Publishing, der unter anderem die Zeitschrift Connect herausgibt. Die Bereitschaft, ein solches Format zu etablieren, habe er in keiner anderen deutschen Stadt erlebt, sagte Verlagsleiter Dirk Waasen zur Entscheidung, an die Elbe zu kommen. Bereits am Donnerstag und Freitag tauschten sich Unternehmen wie Volkswagen und die Deutsche Telekom sowie Wissenschaftler der TU Dresden über die neusten Technologien aus.