merken

Radebeul

Diebstahl Friedhofsmitarbeitern melden

Immer wieder werden Pflanzen und Grabschmuck gestohlen. Die Kirchgemeinde will eine Lösung finden, um die Diebstähle zu verhindern. 

Der  Weinböhlaer Friedhof ist in den vergangenen Wochen immer wieder im Visier von Dieben. Sie stehen Pflanzen und auch Grabschmuck.
Der Weinböhlaer Friedhof ist in den vergangenen Wochen immer wieder im Visier von Dieben. Sie stehen Pflanzen und auch Grabschmuck. © Arvid Müller

Weinböhla. Nachdem in den vergangenen Wochen auf dem Weinböhlaer Friedhof wieder vermehrt Pflanzen und Grabschmuck gestohlen worden sind, bittet die Gemeinde nun darum, Beobachtungen direkt vor Ort den Friedhofsmitarbeitern zu melden. Sollte es sich um Vandalismus handeln, kann auch die Polizei informiert werden.

„Wir gehen davon aus, dass ein Teil der gestohlenen Dinge den Friedhof nicht einmal verlässt, sondern auf andere Gräber gebracht wird“, heißt es in einem Text im Amtsblatt. Die Friedhofsverwaltung registriere insbesondere zu Pflanzzeiten (Frühjahr, Herbst, Totensonntag) vermehrt Beschwerden über gestohlenen Grabschmuck. 

Anzeige
Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Da das Gelände zu weitläufig ist, um es effektiv überwachen zu können, ruft die Kirchgemeinde Weinböhla und die Gemeindeverwaltung alle Besucher zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Gleichzeitig will sie mit der Veröffentlichung im Amtsblatt an den Anstand aller appellieren.

Zuletzt war es 2017 gehäuft zu Diebstählen auf dem Friedhof gekommen. Wer dahinter steckt, was er oder sie mit der Beute machen, lässt sich nur vermuten. Ein Dieb konnte in der Vergangenheit nie geschnappt werden. Einen Verdacht hat es laut Pfarrer Norbert Reißmann zwar mal gegeben. Der habe sich jedoch nicht erhärtet.

Die Kirchgemeinde will eine Lösung finden, die die Diebstähle verhindert, aber die ideale gibt es bisher nicht. „Wir überlegen, nachts Schließzeiten einzurichten“, so Reißmann. Geklaut wird allerdings auch tagsüber. Und noch etwas hat der Pfarrer festgestellt: Das ist ein städtisches Problem, und rechnet Weinböhla dazu. Auf den Dörfern wie in Niederau passiert so etwas nicht. (SZ/pz)