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Geld und Recht

Diese Änderungen erwarten uns 2020

Das neue Jahr hat begonnen und mit dem Jahreswechsel sind neue Gesetzesänderungen und Regelungen in Kraft getreten.

© Rudy und Peter Skitterians

Zahlreiche Gruppen werden in diesem Jahr finanziell besser gestellt und entlastet. Wir geben Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten Veränderungen.

Anstieg des Mindestlohns

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Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn wurde im Jahr 2015 eingeführt und sorgt seitdem dafür, dass viele Arbeitnehmer besser bezahlt werden als zuvor und gleichzeitig die Arbeitgeber nicht zu stark überfordert sind. Ab dem 01. Januar 2020 steigt der Mindestlohn um 16 Cent auf insgesamt 9,35 Euro pro Stunde.

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird gleichermaßen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Ab dem 01. Januar 2020 wird der Beitrag um 0,1 Punkte gesenkt und beträgt dann noch 2,4 Prozent. Die Anpassung des Beitrags entlastet Arbeitnehmer und Unternehmen um ca. 600 Millionen Euro jährlich. Die Regelung wurde allerdings bis Ende 2022 befristet.

Mindestausbildungsvergütung

Auszubildende erhalten ab dem 01. Januar 2020 eine Mindestausbildungsvergütung. Das Gesetz gibt vor, dass ein Azubi im ersten Lehrjahr eine Vergütung von mindestens 515 Euro monatlich erhalten muss. Innerhalb der weiteren Ausbildungsjahre wird die Höhe der Mindestausbildungsvergütung schrittweise angehoben. Ausgenommen von dieser Regelung sind Azubis, die bereits mit der Lehre begonnen haben.

Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe steigen

Mit Beginn des Jahres erhalten Sozialhilfe-Empfänger und Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) mehr Geld. Die Erhöhung der Grundsicherung beläuft sich auf 1,88 Prozent, was im Schnitt zu einer Zunahme um fünf bis acht Euro pro Monat mit sich bringt.

Zuzahlungsbefreiung bei der Pflege

Die Kinder pflegebedürftiger Eltern werden seit dem 01. Januar 2020 finanziell entlastet. So sollen sie nur dann zur Unterhaltszahlung verpflichtet sein, wenn ihr Jahreseinkommen 100.000 Euro brutto übersteigt. Die gleiche Regelung tritt auch für die Personen in Kraft, deren Familienangehörige wegen einer Behinderung Anspruch auf Eingliederungshilfe haben.

Kinderfreibetrag und Grundfreibetrag steigen

Die Erhöhung des Kinderfreibetrags zum 01. Januar wurde auf 7.812 Euro festgelegt. Ebenfalls steigt der steuerliche Grundfreibetrag für Erwachsene auf 9.408 Euro jährlich. Auf den Grundfreibetrag muss keine Einkommensteuer entrichtet werden. Durch die Anpassung sollen Familien mit rund zehn Milliarden Euro jährlich entlastet werden.

Bahntickets werden günstiger

Bahnfahren soll attraktiver werden und zum 01. Januar 2020 wurde der Mehrwertsteuersatz gesenkt. Im Fernverkehr gilt dann der verminderte Mehrwertsteuersatz sieben Prozent. Das entspricht einer Senkung um 12 Prozentpunkte. Im Gegenzug wird ab April 2020 die Luftverkehrsteuer steigen.

Was tun, wenn trotzdem das Geld nicht reicht?

Bei fortbestehenden Geldproblemen trotz der positiven finanziellen Änderungen geben wir Ihnen hier noch ein paar Tipps, um Geld zu sparen.

1. Besitzen Sie einen Kredit, den Sie aktuell abzahlen müssen? Wenn ja, kann sich ein Kreditvergleich lohnen, denn die Zinsniveaus der Banken ändern sich jährlich. Während eines laufenden Kredits diesen zu wechseln ist gar nicht so unüblich, denn der zweithäufigste Grund bei der Aufnahme eines Kredits, ist die Umschuldung.

2. Das Spielzeug der Kinder stapelt sich, wird kaum noch benutzt oder Ihre Bücher stauben nur ein? Hier ist es sinnvoll Ihre nicht mehr gebrauchten Gegenstände bei einem Flohmarkt oder online zu verkaufen. Genauso lohnt sich ein Blick bei neuen Gegenständen, die Sie sich anschaffen möchten, ob es diese nicht zu einem günstigeren Preis gebraucht gibt. Oftmals lassen sich gebrauchte Gegenstände und Kleidung in einem super Zustand für nur einen Bruchteil des Originalpreises finden.

3. Schreiben Sie sich Einkaufslisten, um während des Einkaufs nicht mehr zu kaufen, als Sie ursprünglich geplant hatten. Zusätzlich können Sie während des Schreibens in den Angeboten Ihres Supermarktes stöbern und somit besser planen.

4. Ein weiterer Tipp ist das Führen eines Haushaltsbuchs. Mit diesem können Sie weiteren Kosten auf die Schliche kommen, an die Sie noch gar nicht dachten oder Sie können besser kalkulieren, wie viel Geld Ihnen für etwas zur Verfügung steht. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur M. Liebe.

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