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Meißen

Diese Regeln müssen Eltern beachten

Wer seinem Kind einen Namen geben will, muss sich an verschiedene Vorgaben halten. Doch auch außergewöhnliche Varianten sind möglich.

Symbolbild.
Symbolbild. © (c) Christian Juppe

Für die Vergabe von Vornamen gibt das deutsche Recht klare Regeln vor. Der von den Eltern ausgesuchte Vorname muss innerhalb von vier Wochen nach der Geburt beim zuständigen Standesamt vorgestellt werden. Mit der Beurkundung des Vornamens wird dessen Verbindlichkeit festgeschrieben. 

Anschließend kann er nur in schwerwiegenden Fällen wieder verändert werden, beispielsweise nach einer Umwandlung des Geschlechts. Insgesamt sind maximal fünf Vornamen erlaubt. Das hat das Bundesverfassungsgericht 2004 festgestellt, nachdem eine Mutter ihrem Sohn zwölf Vornamen geben wollte.

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Doch obwohl im Gesetz gewisse Regeln zur Namensvergabe verankert sind, haben frisch gebackene Eltern auch etwas Spielraum. Zwar ist festgelegt, dass der avisierte Vorname als solcher klar erkennbar sein muss. Trotzdem wurden Namen wie „Fanta“, „Don Armani Karl-Heinz“ oder „Prestige“ in der Vergangenheit bereits akzeptiert. 

Andere wurden dagegen abgelehnt, beispielsweise „Pfefferminza“, „Störenfried“ oder „Borussia“. Auch das Wortkonstrukt „Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus“ ging nicht als Vorname durch.

Tauchen Eltern mit eher ungewöhnlichen Ideen beim zuständigen Standesamt auf, kann das zu Problemen führen. Denn das Amt kann die Eintragung eines bestimmten Vornamens verweigern. Häufig führen diese Zweifel an der Eintragungseignung, wie es in der Amtssprache heißt, dann zu klärenden Beratungen. 

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Doch zeigen sich die Eltern bei der Auswahl geeigneter Vornamen weiterhin uneinsichtig, kommt es hin und wieder auch zu einem Rechtsstreit. Dann müssen die Gerichte entscheiden, ob ein bestimmter Vorname mit den in Deutschland geltenden Regeln vereinbar ist. 

Und diese Entscheidungen können durchaus unterschiedlich ausfallen. Denn ein Gesetz, das die Zulässigkeit von Vornamen genau definiert, existiert nicht. Vielmehr regelt der Gesetzgeber nur bestimmte Teilaspekte. (SZ/ksh)