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Diese Schüler sind kleine Sprachgenies

Vier Nieskyer Gymnasiasten fahren zu zwei renommierten Sprachwettbewerben. Eine Olympiade ist auch dabei.

© André Schulze

Von Thomas Staudt

Niesky. In Russland war Emilia noch nie. Aber die Sprache findet sie ganz toll. Wie Sarah besucht sie das Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium Niesky. Beide schlagen sich in Russisch richtig gut. Deshalb wurden sie nun von der Schule für die Teilnahme an der Slawiniade vom 2. bis 3. März in Bautzen nominiert. Der vom sächsischen Kultusministerium geförderte Schülerwettbewerb wird bereits zum dritten Mal ausgetragen. Dabei sein können Schüler der 9. Klassen aus Oberschulen und Gymnasien, wenn sie Polnisch, Russisch, Sorbisch oder Tschechisch lernen und keine davon ihre Muttersprache ist. Der Clou: Einzeln oder im Team müssen die Schüler Aufgaben lösen, die in einer der slawischen Sprachen gestellt werden, die sie nicht lernen. Ziel ist es, den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass es sich lohnt, eine solche Sprache zu erlenen. Sie bemerken recht schnell, dass slawische Sprachen durchaus Gemeinsamkeiten aufweisen. Ein bisschen Freizeitspaß gibt es in Bautzen auch. Abends wartet eine „spooky!“ Führung mit dem Sorbischen Museum auf die Schülerinnen, zu der sie Taschenlampen mitbringen müssen.

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Noch mehr sprachliche Erfahrung in Russisch hat Markus Gnieser. Der Zehntklässler hat so ziemlich alle Fördermöglichkeiten durchlaufen, die Schülern in Sachsen zur Verfügung stehen. Nach dem Besuch des regionalen Sprachenseminars in Seifhennersdorf wechselte er auf das sächsische nach Leipzig. Er und seine Eltern beherbergten außerdem einen russischen Gastschüler. Alexander blieb vier Wochen. Ganze zwei verbrachte Markus bisher selbst in Russland. Nun fährt er gemeinsam mit Vanessa, die die 7. Klasse besucht, zur 9. Sächsischen Russischolympiade. Sie findet vom 22. bis 23. März in Leipzig statt. Wenn die beiden erfolgreich sind, qualifizieren sie sich für die Bundesolympiade und können es sogar bis zur Internationalen Russischolympiade in Moskau schaffen.

Das Schleiermachergymnasium fördert den Russischunterricht, indem es eine privat organisierte Reise zu den russischen Nachbarn unterstützt. Jedes Jahr in der letzten Schul- und der ersten Ferienwoche der Sommerferien fahren insgesamt 13 Schüler nach Krasnodar, ins größte Kinderferienlager Russlands.

Und wie sind die Aussichten bei den Sprachwettbewerben? Emilia hat ein gutes Gefühl: „Das wird schon klappen.“