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Diese Straßen werden besser

Die Stadt saniert dieses Jahr viele Haupt- und Nebenstraßen. An einigen Stellen geht das nur mit Vollsperrungen.

© Christian Juppe

Von Juliane Richter

Die gesunde Drittelstunde

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Die Stadt Dresden investiert in diesem Jahr 62 Millionen Euro in das Verkehrsnetz. Ein Großteil davon wird für die Sanierung und den Ausbau von Straßen verwendet. Dabei zeigt sich, dass neben den großen Magistralen auch kleine Straßen, selbst am Stadtrand, beachtet werden. Die SZ stellt eine Auswahl vor.

Engstellen: Mehrere großeSperrungen im gesamten Stadtgebiet

Zu den großen Baustellen des Jahres gehört die Chemnitzer Straße zwischen Bamberger und Bayreuther Straße. Hier soll vom 10. bis 24. April die gesamte Fahrbahndecke getauscht werden. Die täglich rund 16 000 Autofahrer werden in dieser Zeit über die Würzburger, Kaitzer und Hohe Straße umgeleitet. Laut Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz komme es am ersten Tag meist zu Staus. Nach zwei bis drei Tagen würden die Autofahrer die Umleitungen kennen und sich die Situation entspannen. Größere Einschränkungen wird es aber auch auf der Meißner Landstraße zwischen Grüner Weg und Am Urnenfeld geben. Denn auch hier muss die B6 für den Deckentausch im Frühjahr voll gesperrt werden. Als Engstelle dürfte sich zudem die Vollsperrung der Lohrmannstraße in Reick im Juni herausstellen. Als weiteren Knackpunkt benennt Koettnitz die Washingtonstraße. Hier weist die Fahrbahn Spurrinnen durch die Busse sowie zahlreiche Risse und Schlaglöcher auf. Um das hohe Verkehrsaufkommen trotzdem zu bewältigen, sollen die Autos während der Arbeiten in den Sommerferien teilweise auf einer Bahn des Gegenverkehrs fahren.

Zur einseitigen Sperrung kommt es am Terrassenufer zwischen Hasenberg und Lothringer Straße im April und dem Kreuzungsbereich Hansastraße/Maxim-Gorki-Straße in den Sommerferien. Auch diese gelten als wichtige Verbindungen im Stadtverkehr oder auf dem Weg zur Autobahn.

Unfallschwerpunkt: Kreisverkehrsoll für mehr Sicherheit sorgen

Die Kreuzung Dürerstraße/Hans-GrundigStraße in der Johannstadt gilt schon länger als Unfallschwerpunkt. Die breiten Straßen verleiten laut Koettnitz so manchen Autofahrer zu der Annahme, Vorfahrt zu haben. Trotz Stoppschildern auf der Dürerstraße kracht es hier immer wieder. Ab Juli wird deshalb für rund eine Million Euro ein Kreisverkehr gebaut. Inbegriffen sind auch Arbeiten an der Entwässerung sowie der Bau von Zebrastreifen. Im April 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Dauerbaustellen: Fortschritt und Stillstand bei der Stadtbahn 2020

Die Arbeiten an der Kesselsdorfer Straße machen in diesem Jahr einen großen Sprung. Vorbereitend entstehen auf den angrenzenden Straßen, wie Werner- oder Julius-Vahlteich-Straße, neue Ampeln und Fußgängerüberwege. Außerdem werden auch die Reisewitzer und die Gröbelstraße teilweise umgebaut, bevor im Juni oder Juli die Arbeiten an der Tharandter Straße beginnen. Für die täglich rund 40 000 Nutzer des Personennahverkehrs wird eine überdachte Haltestelle geschaffen. Bis 2019 führt das Großprojekt zu immer wieder wechselnden Sperrungen. Schwieriger ist die Situation am anderen Ende des Stadtbahn-Projekts, an der Oskarstraße in Strehlen. Seit Frühjahr 2017 ist dort Baustopp, weil Anlieger Fehler im Planungsverfahren beanstandet hatten. Koettnitz setzt ein großes Fragezeichen hinter das Projekt, verweist allerdings auf einen neuen Erörterungstermin am 20. März bei der Landesdirektion. „Wir hoffen, dass wir irgendwann mal weiterbauen“, sagt er.

Nebenstraßen: Reparaturen nach Umleitungen oder Hochwasser

Ab Ende Juli bis November wird die Dorotheenstraße in Strehlen ausgebaut. Hier hatte die Stadt noch etwas gewartet, weil sie zuvor als Umleitungsstrecke genutzt wurde. Laut Koettnitz wird auch an die eingemeindeten Stadtteile gedacht. So wird die Bergstraße in Schönfeld-Weißig für 1,7 Millionen Euro von Juni 2018 bis Ende 2019 neu ausgebaut, inklusive Entwässerung und einem Regenrückhaltebecken. Hier hatte Starkregen 2013 die ganze Straße getroffen. Noch offen ist, wie es mit der Bautzner Straße weitergeht. In diesem Jahr soll zumindest schon der Übergang an der Glacisstraße neu gestaltet werden.