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Diesen vier Siegeln können Sie tatsächlich vertrauen

© dpa

Jeder Supermarkt labelt Regionalprodukte anders. Nur wenige Herkunftskennzeichen gelten nahezu überall.

Viele Supermärkte und Discounter erfinden eigene Herkunftszeichen, mit denen sie auf regionale Erzeugnisse aufmerksam machen möchten. Doch die Vielzahl verwirrt oft mehr, als dass sie hilft. Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben mit dem Label „Geprüfte Qualität“ jeweils eigene staatliche geprüfte Herkunftszeichen entwickelt. In Sachsen ist ein solches Siegel nicht geplant, so Umweltminister Thomas Schmitt (CDU), eben weil es bereits so viele gebe. Man baue auf das bundesweite Regionalfenster. Auch die EU hat Gütezeichen entwickelt, um traditionelle regionale Spezialitäten zu schützen. Diese vier Siegel unterliegen strengen Kontrollen. 

Das Regionalfenster

Die bundesweite, freiwillige Herkunftskennzeichnung gilt für Lebensmittel, Blumen und Zierpflanzen. Sie zeigt an, woher die Hauptzutaten des Produkts stammen und wo sie verarbeitet wurden. 4100 Produkte tragen das Zeichen, darunter 67 sächsische. Zu finden u.a. bei Bioland, Edeka, Lidl, Rewe, Aldi – v.a. Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Milch und Molkereiprodukte sowie Eier.

© Regionalfenster e.V.

Geschütze Ursprungsbezeichnung

Das EU-Gütezeichen garantiert, dass ein Produkt in einem bestimmten geografischen Gebiet nach anerkanntem und festgelegtem Verfahren erzeugt, verarbeitet und hergestellt wurde. Auch der Rohstoff stammt von dort und sämtliche Produktionsschritte müssen dort erfolgt sein. In Deutschland gibt es nur wenige g.U.-Produkte, darunter Altenburger Ziegenkäse und Allgäuer Bergkäse.

© Bundesministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Geschützte geografische Angabe

Das EU-Gütezeichen garantiert nur eine Produktionsstufe im genannten Gebiet. Das Produkt muss dort erzeugt, verarbeitet oder hergestellt sein. Die Rohstoffe können auch aus anderen Regionen stammen. So darf ein Dresdner Christstollen nur aus Dresden kommen, seine Zutaten müssen das nicht. g.g.A.-Produkte aus Sachsen sind Meißner Fummel, Lausitzer Leinöl, Oberlausitzer Biokarpfen.

© Bundesministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Garantiert traditionelle Spezialitäten

Das EU-Gütezeichen steht für die traditionelle Zusammensetzung oder ein traditionelles Herstellungs- oder Verarbeitungsverfahren. Über die Herkunft sagt es nichts aus. Der Produktionsprozess ist an kein bestimmtes Gebiet gebunden. Zu dieser Kategorie gehören die „Heumilch“, die auch in Sachsen verkauft wird, Serrano-Schinken, Mozzarella oder der holländische Bauernkäse.

© Bundesministerium für Umwelt und Landwirtschaft