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Weihnachten

7 schräge Mitbringsel vom Striezelmarkt

Auf dem Dresdner Markt gibt es nicht nur Stollen, Holzkunst und Glühwein. An vielen Ständen werden auch ungewöhnliche Dinge verkauft. 

Schön sieht er aus, der Striezelmarkt. An manchen Ständen gibt es aber auch abgefahrene Produkte.
Schön sieht er aus, der Striezelmarkt. An manchen Ständen gibt es aber auch abgefahrene Produkte. © Robert Michael

Die Lieben erschrecken und erfreuen? Mit diesen Mitbringseln gelingt beides. Nussknacker, Räuchermann, Herrnhuter Stern - wer das alles schon geschenkt hat, kann auch mal zu einem schrägen Mitbringsel greifen. Nicht alle Vorschläge sind geschmackliche Volltreffer, aber sie garantieren Gesprächsstoff. Und manches hat sogar noch praktische Eigenschaften. Damit übertreffen sie alle das übliche Geschenke-Einerlei. Dabei gehören noch nicht mal Socken oder Lebkuchen zu den Vorschlägen, die die SZ-Redakteure Andreas Weller und Christoph Springer auf dem Striezelmarkt entdeckt haben. Sie alle strapazieren die Geldbörse nicht übermäßig und die Schenker können sicher sein, dass ihre Präsente einmalig sind. Wie bei allen Geschenken, für die mann nicht wirklich eine Verwendung hat, gilt auch hier: Im Zweifel sind sie fürs Schrottwichteln unter Freunden und Kollegen zu gebrauchen. So kann man sie ohne schlechtes Gewissen gegen andere, ähnlich schräge Geschenke eintauschen.

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Glitzerkrebs

© SZ/Christoph Springer

Wischen und stolpern - das garantiert der Silberkrebs. Er ist mit Sand gefühlt und wiegt ganz ordentlich. Man könne ihn zum Beispiel als Türstopper verwenden, erklärte die Verkäuferin. Das heißt, man packt das Glitzertier auf den Fußboden und schon schlägt die Tür keine hässlichen Löcher mehr in die Wand oder klappt nicht mehr bei jedem Windhauch zu. Wer etwas stärker an der Klinke zieht oder drückt, schiebt den Krebs über den Boden. So wird gleich noch der Boden gereinigt. Es gibt ihm an einem Stand für indianisches Kunsthandwerk, Country- und Westernartikel. 12 Euro sind dafür zu zahlen.

Hygienewink

© SZ/Christoph Springer

Wer bekommt nicht gern eine Klobürste geschenkt? Noch dazu eine so schöne aus echt Natur? Die Stände, an denen es allerlei für die Hausreinigung gibt - von Flaschenbürsten bis hin zu Staubwedeln aus Federn, sind eine Augenweide. Wer ein wenig sucht, findet auch ungewöhnliche Mitbringsel, wie eben Naturhaarklobürsten. Ob die Holzgriffvariante wirklich den Hygieneanprüchen gerecht wird, ist da erst mal dahingestellt. Den Wink mit der Klobürste gibt es bei „Holz- und Bürstenwaren“ gleich neben der Altmarktgalerie. Kostenpunkt: ab 5,90 Euro.

Staubfänger

© SZ/Christoph Springer

Er ist noch nicht einmal eine Sparbüchse oder als Briefbeschwerer zu gebrauchen. Der weiße Igel mit seinen quietschigen Styroporstacheln ist nur als optischer Reiz fürs Wohnzimmerregal gedacht. Denn er hat keinen Geldschlitz und keinen geschlossenen Boden und er ist hohl. Es gibt ihn stehend und in verschiedenen Positionen liegend, aber immer mit einem liebevollen, etwas einfältigen Lächeln. Ein echter Striezelmarkt-Volltreffer für diejenigen, die das Schrottwichteln noch vor sich haben. Es gibt ihn für 7,50 Euro am Floristikstand A23, nahe der Altmarktgalerie.

Liebesspiel

© SZ/Christoph Springer

Da schmilzt die Angebetene sicher dahin, wenn das Wachspaar langsam zerfließt. In enger Umarmung und durchaus sehr detailgetreu schlängeln sich der blaue Mann und die blaue Frau ineinander. Erst auf den zweiten Blick werden auch alle Einzelheiten der wächsernen Freikörperkultur sichtbar. Die Hersteller haben zum Beispiel nicht gezögert bei der möglichst prallen Darstellung erotisierender Einzelheiten, verbergen aber geschickt das Entscheidende. Diese Kerze ist fast zu schön, um sie einfach zu verfeuern. Zu haben im Kerzenwunder-Stand C30, gleich neben der Striezelmarkt-Bühne. Sie kostet 10 Euro.

Durchblick

© SZ/Christoph Springer

Diese Schöne ändert nie ihr Mienenspiel. Da mag es vor dem Weihnachtsbaum noch so stressig werden. Sie behält die Ruhe und beobachtet das Treiben gelassen durch ihre Sonnenbrille. Dabei baumelt sie höchstens ein wenig durch die Gegend. Wer es stylish mag, ist der richtige Adressat für solch ein Mitbringsel. Der Frauenkopf ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Figuren, die man am Weihnachtsschmuck-Stand D8 nahe dem Altmarktkeller erstehen kann. Es gibt dort zum Beispiel auch Gurken für den Weihnachtsbaum. Entweder einfach grün oder mit Silberglitzer. Die Blondine kostet 18 Euro.

Kopfschmuck

© SZ/Christoph Springer

Einen schönen Menschen kann auch eine blinkende Weihnachtsmannmütze mit Wackelbommel nicht entstellen. Mit diesem modischen Accessoire aus der Abteilung der besonders schrägen Kopfbedeckungen kann man viele Jahre Freude haben. Vorausgesetzt, man wechselt regelmäßig die Batterie, die in einem kleinen Kasten hinter der weißen Kunstfellkrempe eingebaut ist. Mit einem Schalter lässt sich die Blinkbeleuchtung aktivieren. Das Licht sirrt dann andauernd um den Kopf. 12,90 Euro kostet die Mütze an einem Stand nahe der Seestraße. 

Modehit

© SZ/Christoph Springer

Die hat gerade noch im Kleiderschrank gefehlt. Eine mäßig schicke Damenhose mit mehrfarbigem Muster kann man am Textilhandel-Stand mit der Nummer A22 erstehen. „Strümpfe für die ganze Familie“ steht an der kleinen Bude. Da darf eine Hose, Größe 6XL, nicht fehlen. Es mangelt allerdings an Umkleidekabinen, in denen man den neuen Modehit kurz anprobieren kann. Macht nix, für dieses festliche Stück Textil findet sich gewiss ein Adressat mit den richtigen Maßen. Außerdem gibt es eine kleine Auswahl verschiedener Größen. Diese speziellen Beinkleider gibt es für rund 20 Euro.