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Besonderer Erntedank in Altenberg

Der Wald stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Idee hatte ein Förster, der ehrenamtlich in der Kirchgemeinde tätig ist.

In der Altenberger Kirche wurde ein Walderntegottesdienst gefeiert.
In der Altenberger Kirche wurde ein Walderntegottesdienst gefeiert. © David Keller

In Altenberg wurde in diesem Jahr ein ungewöhnlicher Erntedankgottesdienst gefeiert. Diesmal stand der Wald im Mittelpunkt. Die Idee zum Walderntedank hatte Revierförster Eckhard Heinze, der auch Kirchvorsteher in der Gemeinde Altenberg-Schellerhau ist.

Heinze wollte damit den Blick auf den Wald legen. Denn im Herbst ist auch im Wald Erntezeit. Doch diese falle anders als in den Vorjahren aus. Eigentlich sollten Förster die Zeit nutzen, um wertvolles Holz zu ernten, um Geld zu verdienen, so Heinze. Doch der Borkenkäfer zwinge sie, Käferholz aus dem Wald zu holen. Die Situation sei mit dem Waldsterben in den 1980er-Jahren vergleichbar. "Damals sagte ich mir: Da kann man nur mit Gottvertrauen durchhalten". Gott werde nicht zulassen, dass der Mensch seine Schöpfung kaputt macht. "Das gilt auch heute noch." Ihm gebe das Mut für den Beruf. 

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Heinze schätzt den Wald. Er gibt Holz, Wild, Pilze, reinigt die Luft und Wasser, dient als Wasserspeicher und ist ein Erholungsraum für die Menschen. "Für die Dinge sollte man dankbar sein“, so Heinze.

Am Gottesdienst nahmen 38 Gläubige teil. Ob der Gottesdienst in ähnlicher Form im nächsten Jahr wiederholt wird, steht noch nicht fest. "Ich hätte Lust dazu", sagt Altenbergs Pfarrer David Keller. Seine Predigt kann man im Internet anschauen.

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