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Dippoldiswalde

Gymnasiasten gestalten Blühinseln

In Dippoldiswalde ist ein Kleinod entstanden. Seine volle Pracht wird aber erst im kommenden Jahr zu sehen sein.

Auf dieser Fläche am Dippser Heidepark legten Schüler Blühinseln an.
Auf dieser Fläche am Dippser Heidepark legten Schüler Blühinseln an. © Naturschutzstation Osterzgebirge

In Dippoldiswalde ist eine weitere Blumenwiese angelegt worden. Entstanden ist diese  am Heidepark auf einem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück der Dippoldiswalder Wohnungsgenossenschaft. Hier legten Schüler der sechsten Klassen des Dippoldiswalder Glück-Auf-Gymnasiums über die Fläche verteilt mehrere Blühinseln an. Unter der Anleitung der Biologielehrerin Petra Bernhardt brachten sie verschiedene Saatmischungen aus Wildblumen und Gräsern ein. 

Anschließend wurden die Samen mit Brettschuhen und einer Rasenwalze fest mit der Erde verbunden, informiert Antje Lindner von der Naturschutzstation Osterzgebirge, die das Vorhaben begleitete. Die Idee, diese noch ungenutzte Baufläche umzugestalten, hatte der Chef der Wohnungsgenossenschaft Falk Kühn-Meisegeier. Davon erfuhren die Mitarbeiter der Naturschutzstation. Diese holten das Gymnasium ins Boot. 

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Arbeitseinsatz bei 30 Grad Hitze

Der Arbeitseinsatz der Schüler fand Mitte September statt. Zunächst beräumte eine  Schülergruppe die Fläche mit Rechen und Gabeln vom Grünschnitt. Anschließend ging eine zweite Gruppe mit Becherlupen und Binokularen auf Entdeckungsreise. "Die neugierigen Forscher fanden Spinnen, Mäuse, Käfer, Heuschrecken, Ameisen, Rainfarn, Wiesenscharfgarbe, Echtes Johanniskraut, Hornklee und Wilde Möhre", so Lindner. Nachdem sich beide Gruppen auf dem jeweils anderen Aktionsfeld ausprobiert hatten, begann die Umgestaltung. "Das erforderte Kraft und Durchhaltevermögen." Denn die Schüler mussten graben, hacken, den Grassoden abtragen, Erde ausschütteln und wieder auffüllen - und das bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius. 

Der ersehnte Regen fiel bereits. Nun heißt es, Geduld zeigen. "Wir sind gespannt, was in zwei bis drei Wochen keimen und im nächsten Sommer blühen wird", so Antje Lindner.  Die weitere Pflege der Wiese übernimmt die Dippser Wohnungsgenossenschaft, die von der Naturschutzstation Osterzgebirge unterstützt wird. Gemäht werden soll die Wiese  ein- bis zweimal im Jahr mit einem Balkenmäher. Ein Teilstück der Wiese soll jedes Jahr über den Winter als Rückzugsort für Insekten und andere Tiere stehen bleiben. 

Die Blumenwiese sei nach Ansicht von Antje Lindner nicht nur ein gelungenes Vorzeigeprojekt für die Stadt Dippoldiswalde, sondern sollte auch im fächerübergreifenden und praxisnahen Unterricht von Schulen genutzt werden. 

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