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Waldarbeiter räumen am Diebsgrundteich auf

Über das Gewässer in der Dippoldiswalder Heide führt ein schwimmender Steg. Doch einige fürchteten wohl nasse Füße und legten Hand an.

Wanderer haben am Diebsgrundteich alte Holzbohlen auf den Steg gelegt und die Passage gefährlich gemacht.
Wanderer haben am Diebsgrundteich alte Holzbohlen auf den Steg gelegt und die Passage gefährlich gemacht. © Egbert Kamprath

Wer vom Einsiedlerfelsen dem Flügel K folgt, sollte schon gutes, möglichst wasserdichtes Schuhwerk tragen. Denn der Weg in der Dippoldiswalder Heide führt am Diebsgrundteich über einen schwimmenden Steg, der aufgrund des regenreichen Sommers unter Wasser steht.

Mancher steckt die paar Zentimeter Hochwasser gut weg, aber offenbar nicht alle. Denn Waldbesucher müssen hier vor Kurzem selbst tätig geworden sein. Marode Hölzer liegen auf dem Steg und machen die Passage gefährlich.

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"Der schwimmende Steg ist völlig in Ordnung und lässt sich gefahrlos begehen. Nur eines der kleinen Eichentrittbretter im Randbereich ist gebrochen, dadurch bestehen aber keine Einschränkungen", sagt Kristina Funke, Sprecherin des Forstbezirks Bärenfels.

Wanderer sahen das offenbar anders: Sie legten Teile eines alten Geländers auf den Steg - vermutlich um eine trockene Querung zu ermöglichen. Funke: "Das sieht unschön aus und führt zu unnötigen Balanceakte."

Wegen Munitionsgefahr keine Arbeiten

Demnächst werden Waldarbeiter die Hölzer entfernen, sagte die Forst-Sprecherin weiter. Ein neues Geländer wird es aber vorerst nicht geben.

Das hat einen ernsten Hintergrund. Am Ende des Zweiten Weltkriegs entsorgten abrückende Wehrmachtssoldaten tonnenweise Munition in der Heide. Sowjetische Soldaten sprengten später im Bereich des heutigen Diebsgrundteiches die Munitionsreste, doch ein Teil blieb um Umfeld zurück.

Zwar wurde der Diebsgrundteich vor einigen Jahre ausgepumpt und abgesucht, aber noch immer ist das Umfeld nicht vollständig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst freigegeben.

Funke: "So lange das nicht geschehen ist, werden wir das Geländer am Zugang zum schwimmenden Steg nicht erneuern können, da keine Holzpfähle in den Boden getrieben werden dürfen."

Der Teich ist ein Flächennaturdenkmal, umgeben von moorigen Gelände. Hier wachsen unter anderem verschiedene Torfmoose und feuchtigkeitsliebende Gräser. Außerdem ist es Lebensraum seltener Libellenarten.

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