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Richtfest am Winfriedhaus

Die Arbeiten an der katholischen Bildungsstätte in Schmiedeberg liegen im Plan. Nach der Fertigstellung möchte sich das Haus etwas anders ausrichten.

Die Baustelle des neuen Winfriedhauses an der B 170 in Schmiedeberg aus der Vogelperspektive. Lediglich die Kapelle (links im Bild) blieb erhalten.
Die Baustelle des neuen Winfriedhauses an der B 170 in Schmiedeberg aus der Vogelperspektive. Lediglich die Kapelle (links im Bild) blieb erhalten. © Egbert Kamprath

Wer täglich auf der B 170 zwischen Altenberg und Dippoldiswalde unterwegs ist, konnte sehen, wie das neue Winfriedhaus wächst. Am Freitag konnte der Bauherr, das Bistum Dresden-Meißen, eine wichtige Etappe abschließen. Mit 50 Gästen feierte Bischof Heinrich Timmerevers Richtfest an der katholischen Bildungsstätte. In seiner kurzen Ansprache wünschte er dem Haus, dass von hier Frieden ausgehe. "Der Frieden fällt  nicht vom Himmel, er muss erarbeitet werden."

Bischof Heinrich Timmerevers wünschte dem neuen Winfriedhaus in seiner kurzen Ansprache, dass es ein Haus des Friedens werden möge.
Bischof Heinrich Timmerevers wünschte dem neuen Winfriedhaus in seiner kurzen Ansprache, dass es ein Haus des Friedens werden möge. © Egbert Kamprath

Die Arbeiten an der Kinder- und Jugendbildungsstätte begannen vor eineinhalb Jahren. Damals ging das Bistum noch davon aus, dass Teile des Haupthauses erhalten werden können. Doch die Statiker rieten davon ab. Weder das Fundament, noch die Mauern waren dazu geeignet. Deshalb musste umgeplant werden. Das Haupthaus wurde komplett abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt. 

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Das führte auch zu Mehrkosten. Anfangs rechnete das Bistum mit Kosten in Höhe von sechs  Millionen Euro, inzwischen geht Veronika Paul von der Bauverwaltung des Bistums von rund acht Millionen Euro aus. Darin enthalten sind auch die Kosten, die für den Flutschutz ausgegeben werden. Denn das Haus steht unweit der Roten Weißeritz. Falls die wieder über die Ufer treten sollte, hat das Bistum vorgesorgt. Das Erdgeschoss wurde mit einer speziellen Schutzschicht gegen das Eindringen von Wasser gesichert. Vor den Fenstern wurde ein Dammbalkensystem installiert.

Zimmermann Marcel Lohs, Bischof Heinrich Timmerevers und Hausleiter Stephan Schubert (v.l.) kurz nach dem symbolischen letzten Hammerschlag.
Zimmermann Marcel Lohs, Bischof Heinrich Timmerevers und Hausleiter Stephan Schubert (v.l.) kurz nach dem symbolischen letzten Hammerschlag. © Egbert Kamprath

Bischof Timmerevers zeigte sich bei einem Rundgang auf der Baustelle angetan von dem bisher Geschafften. Er verglich es mit dem Vorgängerbau. Der war zwar marode, hatte aber etwas Anheimelndes, Gemütliches. Obwohl das neue Haus noch ein Rohbau ist, konnte er sich gut vorstellen, wie es nach seiner Fertigstellung aussehen wird. Dem Architekten Christoph Hahn sei es gelungen, das "alte Feeling" des Winfriedhauses in den Neubau zu übertragen. 

Erfreut zeigte er sich über die Lichtachsen, die durch die  vielen Fenster entstehen werden. Von der Mitte des Hauses werde man in alle  vier Richtungen schauen können. Und da das Dachgeschoss ein großes Dachfenster bekommen wird, werde man auch in den Himmel blicken können. 

Rund 50 Gäste nahmen am Richtfest teil, zu dem das Bistum Dresden-Meißen am Freitagmittag auf die Baustelle geladen hatte.
Rund 50 Gäste nahmen am Richtfest teil, zu dem das Bistum Dresden-Meißen am Freitagmittag auf die Baustelle geladen hatte. © Egbert Kamprath

Herzstück des Neubaus ist der 140 Quadratmeter große Saal, der sich mit dem Speisesaal verbinden lassen wird. Deshalb werden hier auch größere Veranstaltungen stattfinden können. Auch im neuen Haus werden die Gäste übernachten können. In diesem stehen 70 Betten in Vier- und Sechs-Bett-Zimmern zur Verfügung. "Mit Aufbettungen werden hier 80 Besucher schlafen können", sagt Heimleiter Stephan Schubert.  Damit ist zwar die Kapazität gegenüber dem Altbau nicht viel größer geworden, dafür aber der Komfort. 

Architekt Christoph Hahn, Bischof Heinrich Timmerevers und Hausleiter Stephan Schubert (v.l.) beim Rundgang, hier im künftigen Speiseraum.
Architekt Christoph Hahn, Bischof Heinrich Timmerevers und Hausleiter Stephan Schubert (v.l.) beim Rundgang, hier im künftigen Speiseraum. © Egbert Kamprath

Im Unterschied zum Altbau werde das neue Winfriedhaus zweizügig arbeiten können, erklärt der Heimleiter. Das heißt: Weil sich die Einrichtung bisher nicht separieren ließ, konnte das Haus nur eine Gruppe aufnehmen. Kam die mit 20 Teilnehmern, mussten die restlichen 50 Betten leer bleiben. Künftig können sich zwei bis zu 30 Teilnehmer starke Gruppen parallel im Haus aufhalten. Es gibt genügend große Beratungsräume.

So sieht der Saal des neuen Winfriedhauses im Rohbauzustand aus.
So sieht der Saal des neuen Winfriedhauses im Rohbauzustand aus. © Egbert Kamprath

Architekt Christoph Hahn zeigte sich zuversichtlich, dass der geplante Fertigstellungstermin gehalten werden kann. Demnach sollen die Arbeiten im Juni 2021 abgeschlossen werden. Kurz danach möchte Heimleiter Schubert schon Gruppen aufnehmen. Obwohl das Haus schon eine ganze Weile geschlossen ist, haben es viele  nicht vergessen. "Es gibt schon erste Anmeldungen", sagt er. 

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Die große Einweihungsfeier ist für den 18. September 2021 geplant. Bis dahin hat das Team von Schubert, zu dem sieben feste Mitarbeiter und zwei Freiwillige gehören, noch einiges zu tun. So müssen noch Details zur Neueinrichtung besprochen und festgelegt werden. Außerdem wird noch an einer neuen Homepage gearbeitet. Heimleiter Schubert kündigte an, dass sich das Haus künftig vermehrt auch Nichtkatholiken öffnen möchte.

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