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Stadt Dipps und Landratsamt beraten Aldi-Bauantrag

Die fehlerhafte Vorlage für einen Stadtrats-Ausschuss hat noch Konsequenzen. Am Mittwoch fällt die Entscheidung.

Von Franz Herz
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Dieses Luftbild zeigt das Gelände der ehemaligen Hydraulik. Auf dem linken Teil ist ein Aldi-Markt geplant. Das wird am Mittwochabend Thema im Technischen Ausschuss des Stadtrats.
Dieses Luftbild zeigt das Gelände der ehemaligen Hydraulik. Auf dem linken Teil ist ein Aldi-Markt geplant. Das wird am Mittwochabend Thema im Technischen Ausschuss des Stadtrats. © Egbert Kamprath

Der Technische Ausschuss des Stadtrats Dippoldiswalde soll in seiner Sitzung am Mittwoch eine Stellungnahme zum Bauantrag für einen neuen Aldi-Markt abgeben. Den plant Manfred Salzmann auf dem Gelände der ehemaligen Hydraulik, die am Ortsausgang von Dippoldiswalde Richtung Schmiedeberg direkt an der Bundesstraße B 170 und der Weißeritztalbahn liegt.

Vorlage für den Ausschuss hat Mängel

Doch in dem Papier für den Ausschuss finden sich zwei Fehler. Erstens ist die Adresse nicht exakt angegeben, zweitens ein Flurstück falsch benannt. Das sind schlechte Voraussetzungen für eine juristisch saubere Entscheidung. Das hat jetzt vor der Sitzung noch Konsequenzen.

Die Stadtverwaltung Dippoldiswalde hat für den Dienstag einen Gesprächstermin mit dem Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu dem Thema. Dabei wollen sich die beiden Behörden über die Vorlage abstimmen. „In Abhängigkeit des Gesprächsausganges und daraus resultierender Festlegungen kann es erforderlich werden, die Beschlussvorlage gegebenenfalls anzupassen oder zu ändern“, teilt die Stadtverwaltung Dipps dazu mit.

Eins geht auf Kappe des Bauherrn, eins auf die Verwaltung

Manfred Salzmann, der Eigentümer des Hydraulik-Geländes, dessen Architekten auch den Bauantrag gestellt haben, fordert ebenfalls eine Berichtigung. Wobei die Formulierung der Adresse auch im Bauantrag, den er zu verantworten hat, nicht eindeutig ist. Die falsche Flurstücknummer geht aber auf die Kappe der beteiligten Behörden. Sie ist aber sehr wichtig, um festzulegen, für welches Gebiet genau der Beschluss gelten soll.

Unterlagen zu neuem Bahnübergang fehlen

Inhaltlicher Knackpunkt, wegen dem die Stadtverwaltung eine Ablehnung des Bauantrags empfiehlt, ist die geplante neue Überquerung der Bahnstrecke. Hier soll eine Zufahrt zu dem Markt entstehen, auf der die Autos direkt auf den Parkplatz fahren können. Die Stadt bemängelt aber, dass dafür in dem Bauantrag Unterlagen fehlten.

Das hängt noch an der Bahnaufsicht, informierte Salzmann. Wegen eines Personalwechsels bei der zuständigen Bahnaufsicht und Corona sei bisher die Genehmigung dieses Bahnübergangs verzögert worden. Die erforderliche Zustimmung vom Straßenbauamt und der Dampfeisenbahngesellschaft hat er bereits, sagt Salzmann weiter. Er will persönlich zu der Ausschusssitzung kommen, kündigte er im Gespräche mit der Sächsische.de an.

Technischer Ausschuss Dippoldiswalde, Mittwoch, 12. Januar, 18 Uhr, Kulturzentrum Parksäle.