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Rewe hält an Bauplänen in Dipps fest

Momentan wächst der neue Edeka-Markt in Dippoldiswalde in die Höhe. Aber die Konkurrenz bleibt wach.

Von Franz Herz
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Der Rewe-Markt am Busbahnhof in Dippoldiswalde. Die Handelskette will ihn gerne erweitern. Um dieses Projekt ist es zwar ruhig geworden, aber es läuft weiter.
Der Rewe-Markt am Busbahnhof in Dippoldiswalde. Die Handelskette will ihn gerne erweitern. Um dieses Projekt ist es zwar ruhig geworden, aber es läuft weiter. © Egbert Kamprath

Es ist in jüngster Zeit zwar ruhig geworden um die Ausbaupläne von Rewe in Dippoldiswalde. Die Handelskette hält aber weiter daran fest und hat ihre Bauvoranfrage aus dem Jahr 2018 erneut dem Stadtrat vorgelegt.

Stadtrat stimmt ohne Debatte zu

Dieser sah jetzt, anders als vor drei Jahren, keinen Grund zu großen Diskussionen, weil sich ja am Inhalt der Pläne nichts geändert hat. Er stimmte der Verlängerung des damaligen Bauvorbescheids ohne Debatte zu.

Rewe selbst teilt mit, dass es auch in seine Bestandsobjekte investieren will, um diese auf dem Stand der Zeit zu halten. „Das ist auch in Dippoldiswalde der Fall“, teilt Nadja Keller von Rewe mit. Zu detaillierten Planungen kann sie aber keine Auskunft geben.

Gemeinsame Nutzung von Busbahnhof und Markt

In Dippoldiswalde hat das Unternehmen 2018 eine Planung vorgestellt, die eine gemeinsame Nutzung von einem Teil des Busbahnhofgrundstücks zusammen mit der Stadt vorsieht. Der Rewe-Markt könnte in Richtung Busbahnhof erweitert werden, aber sozusagen im Obergeschoss. Darunter zu ebener Erde bliebe weiterhin Platz für die Busspuren. Die bekämen auf diese Art automatisch noch eine Überdachung. Diese fehlt ja seit dem Abriss des Parkdecks.

In der Zwischenzeit hat Rewe seinen Markt auch umgebaut und erweitert. Es hat den benachbarten ehemaligen Drogeriemarkt gekauft und nutzt diesen für die Getränkeabteilung. Der Lebensmittelmarkt wurde auch neu eingerichtet. Das ist aber noch lange nicht die Größe, die mit der Bauanfrage angestrebt wird.

Direkt an der B170 und nahe am Zentrum

Für den Rewe-Standort am Busbahnhof spricht aus Sicht der Stadtentwicklung, dass er nahe am Zentrum liegt, anders als die Märkte von Lidl oder der geplante Edeka, die in der Unterstadt angesiedelt sind. Die Handelsunternehmen suchen alle nach Standorten entlang der B170, weil diese den größten Kundenzustrom verspricht. Diesen Vorteil bietet der Rewe-Standort auch.

Mit der Verlängerung der Bauvoranfrage, hält sich Rewe die Option offen, den Markt am Busbahnhof noch einmal grundlegend zu erweitern. Weitere Gespräche zwischen Rewe und Stadt über die gemeinsame Entwicklung von Markt und Busbahnhof gibt es derzeit nach Auskunft von Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) nicht.