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Gelbe Tonnen im Wartestand

Im Altenberger Ortsteil Liebenau ist man froh, dass das Duale System die Entsorgung umgestellt hat. Kritik gibt es aber, wie diese angelaufen ist.

In Liebenau werden die Gelbe Tonnen und die Gelben Säcke in Liebenau nicht abgeholt.
In Liebenau werden die Gelbe Tonnen und die Gelben Säcke in Liebenau nicht abgeholt. © Egbert Kamprath

Das ist kein schöner Anblick. Seit Tagen stehen die Gelben Tonnen an der Hauptstraße im Altenberger Ortsteil Liebenau. Die Bürger warten, dass sie endlich entleert werden. Auch Ortsvorsteher Mathias Wolf wartet schon eine gefühlte Ewigkeit darauf. Weil immer mehr Verpackungsmaterialien anfallen, sammeln die Liebenauer weiter in den Gelben Säcken, mit denen der Entsorger bis vor Kurzem die Wertstoffe sammeln ließ.

Nicht nur Wolf fragt sich, wann der Entsorger endlich vorbeikommt. In einigen Nebenstraßen wurden die Gelben Tonnen entleert, nur auf der Hauptstraße stehen sie immer noch ungeleert herum. "Ich kann mir vorstellen, dass der Entsorger überfordert ist", mutmaßt der Ortschef. Das Einsammeln der Gelben Säcke ging sicher schneller als das Ansacken der Tonnen. Gern hätte er mit den Verantwortlichen beim Entsorger darüber gesprochen. Doch dessen Mitarbeiter sind nicht zu erreichen. Auch seine Frau habe mehrmals dort angerufen, um auf die Situation in Liebenau hinzuweisen. Doch nie nahm jemand ab. Deshalb wandte sich der Ortschef an den Altenberger Bauhof. 

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Altenberger Bauhof eingeschalten

Dessen Chef habe das Anliegen der Liebenauer zwar an die zuständigen Mitarbeiter beim Entsorger weitergegeben. Passiert sei aber nichts. Nicht nur Wolf ist verzweifelt. Dabei war die Freude in Liebenau groß, als das Duale System Deutschland endlich auch im oberen Osterzgebirge von den Gelben Säcken auf die Gelben Tonnen umstellte. Das Sammeln der Wertstoffe werde einfacher, so Wolf. Denn die leeren Büchsen, ausrangierten Verpackungen und der Plastikmüll landen nun in der Tonne. Dort kommen Tiere, die auf Nahrungssuche sind, nicht so einfach heran. Bei den Säcken sei das anders gewesen, so Wolf. Zudem kam es immer wieder vor, dass die aufgestapelten Säcke, die an der Straße abgelegt wurden, zerrissen und die Wertstoffe durch den Wind durchs Dorf getragen wurden. Diese Zeiten sollten jetzt vorbei sein, hoffte nicht nur Wolf.

Die Landbell AG, die für die Sammlung der Wertstoffe zuständig ist und den Auftrag dazu erteilt hat, wollte sich zu diesem konkreten Fall nicht äußern. Stefan Wessel, zuständiger Leiter in der Region Nord, kündigte aber ein Pressegespräch an, in dem er diese und andere Fragen beantworten wolle. An dieser Veranstaltung werden auch Mitarbeiter des Abfallzweckverbandes Oberes Elbtal teilnehmen. 

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