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Dippoldiswalde: Kirchenmusikdirektorin mit 29 Jahren

Luisa-Maria Râpă hat nicht nur die Fachaufsicht über die Kantoren in der Region. Sie kümmert sich auch um den Erhalt der Orgeln.

Die 29-jährige Luisa-Maria Râpã ist die neue Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk Freiberg.
Die 29-jährige Luisa-Maria Râpã ist die neue Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk Freiberg. © Egbert Kamprath

Luisa-Maria Râpă ist die neue Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk Freiberg. Die junge Frau trat am 1. September ihren Dienst an und ist die Nachfolgerin von Gunter Brückner, der Ende März in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Luisa-Maria Râpă wurde 1992 im siebenbürgischen Klausenburg in Rumänien geboren. Seit 2013 lebt sie in Deutschland. Die heute 29-Jährige studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg und schloss mit einem Bachelor Kirchenmusik ab. Den Masterabschluss erwarb sie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig. Sie konzertiert regelmäßig bei Festivals und Konzertreihen wie dem „Orgelfestival Ruhr”, dem Festival „Sigismund Toduță“ in Klausenburg und den „Spitalkonfekten” des Museums Bad Windsheim.

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Von Klausenburg über Leipzig nach Dipps

Bisher hatte sie vier Stellen als Kantorin inne, zuletzt im brandenburgischen Herzberg/Elbe. Nach ihren Masterabschluss hat sie eine Herausforderung gesucht, die dazu passt. Sie war überrascht, dass sie die Stelle im Kirchenbezirk Freiberg bekommen hat, sagt sie. "Ich hatte Musikern aus Dresden größere Chancen eingeräumt", sagt sie.

Ihr Lebensmittelschwerpunkt ist Leipzig. "Ich bin der Stadt sehr verbunden." Sie schätzt vor allem das reichhaltige Kulturleben der Messestadt. Zudem möchte sie dort weiter als Musiklehrerin tätig sein.

Luisa-Maria Râpã (M.)ist die neue Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk Freiberg. Bei einem Festgottesdienst in der Dippser Stadtkirche wurde sie ihr Amt eingeführt, hier zusammen mit Pfarrer Sebastian Schurig und der Freiberger Superintendentin Hiltrud
Luisa-Maria Râpã (M.)ist die neue Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk Freiberg. Bei einem Festgottesdienst in der Dippser Stadtkirche wurde sie ihr Amt eingeführt, hier zusammen mit Pfarrer Sebastian Schurig und der Freiberger Superintendentin Hiltrud © Egbert Kamprath

Als Kirchenmusikdirektorin im Kirchenbezirk übernimmt sie nun die Fachaufsicht für die Kantorinnen und Kantoren des Kirchenbezirkes Freiberg. Zudem wird sie nebenamtliche Kirchenmusiker, die mit ihrem Orgelspiel Gottesdienste begleiten sollen, ausbilden. Außerdem wird sie die Kirchgemeinden bei der Suche und Stellenbesetzungen bei Mitarbeitern im Bereich der Kirchenmusik beraten. In allen Fragen zur Pflege und Erhaltung der Orgeln wird sie künftig die Ansprechpartnerin sein.

Landschaftlich ist es hier sehr schön

Bisher hatte Luisa-Maria Râpă noch nicht viel Zeit, ihre neue Wirkungsstätte kennenzulernen. Was sie sah, hat ihr aber sehr gefallen. "Landschaftlich ist es hier sehr schön." Und auch beruflich freut sie sich schon. Sie weiß, dass es in der Region mehrere Silbermannorgeln gibt. Auch die Nähe zu Dresden ist ein Vorteil.

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Ihren Dienstsitz hat Luisa-Maria Râpă, die in ihrer Freizeit gern läuft und bäckt, in Dippoldiswalde. In der dortigen Stadtkirche wurde sie am vergangenen Wochenende feierlich in ihr Amt eingeführt. Der Festgottesdienst wurde von Superintendentin Hiltrud Anacker und Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger geleitet.

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