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Wie Dipps Gästen das Welterbe erklärt

Die Besonderheiten des mittelalterlichen Bergbaus der Stadt liegen tief in der Erde verborgen. Da lassen sich die Dippser was einfallen.

Dippoldiswaldes OB Kerstin Körner (li.) und Andrea Reichel, die Vorsitzende des Bergbau-Fördervereins in Dippoldiswalde, stehen mit anderen Vereinsmitgliedern an der neuen Tafel gegenüber vom Dippser Bahnhof.
Dippoldiswaldes OB Kerstin Körner (li.) und Andrea Reichel, die Vorsitzende des Bergbau-Fördervereins in Dippoldiswalde, stehen mit anderen Vereinsmitgliedern an der neuen Tafel gegenüber vom Dippser Bahnhof. © Karl-Ludwig Oberthür

Dippoldiswalde ist Teil des Welterbe-Projekts Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, hat aber ein Problem: Der mittelalterliche Bergbau liegt komplett tief in der Erde verborgen. Niemand kann ihn sehen, niemand kann in die alten Stollen einsteigen. Deswegen müssen sich die Dippser besonders anstrengen, um damit bei Gästen zu punkten. So lässt der Förderverein mittelalterlicher Bergbau Dippoldiswalde mithilfe eines Lehrpfads diese Geschichte überirdisch lebendig werden. Den Pfad gibt es seit 2018. Jetzt wurde er erweitert.

OB Körner eröffnet die neuen Stationen des Lehrpfads

Am Freitag haben Mitglieder des Vereins mit Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU), der Gästeführerin Anja Graul und dem Dippser Wanderwegewart Felix Bentele die neuen Stationen eröffnet. Der Pfad beginnt jetzt am Bahnhof. Dort steht an der Kreuzung der Bahn mit der Straße, am Eingang zum Polypark, die erste Tafel. Groß und grün empfängt sie die Gäste, die mit der Weißeritztalbahn hier ankommen. Sie stellt die Geschichte der Bergbaustadt Dippoldiswalde und zugleich der „Mining town“ dar. Denn für internationale Gäste ist der Text auch auf Englisch übersetzt.

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Eine zweite neue Tafel ist an der Alten Pforte neben der Oberschule am Pfortenberg angebracht. Sie erklärt die Geologie des Erzgebirges und wie es dazu gekommen ist, dass hier so viele Bodenschätze in der Erde liegen.

Verein hatte schon Probleme mit Sprayern

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Vereinsschatzmeister Wolfram Hagstotz informierte, dass eine Tafel rund 3.500 Euro kostet. Mithilfe von Sponsoren und einer Förderung des Welterbevereins wurde die Summe finanziert. Das ist keine billige Lösung, aber ihr Geld wert. Denn der Bergbauverein hatte schon Probleme mit Sprayern. „In einem Arbeitseinsatz haben wir die Tafeln wieder sauber bekommen. Bei einer billigen Tafel hätten wir diese vielleicht komplett ersetzen müssen“, sagte Andrea Reichel, die Vereinsvorsitzende. Auch müssen die Tafeln Wind und Wetter standhalten.

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