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Brückenbau an der Talsperre Malter beginnt

In Paulsdorf wird dieses Jahr die Brücke über den Lämmergrund saniert und um eine Fahrradspur erweitert. Nächste Woche geht's los.

Hier untersuchten vor Jahren schon Fachleute die Brücke in Paulsdorf über den Lämmergrund an der Talsperre Malter. Die Ergebnisse waren ernüchternd.
Hier untersuchten vor Jahren schon Fachleute die Brücke in Paulsdorf über den Lämmergrund an der Talsperre Malter. Die Ergebnisse waren ernüchternd. © André Wirsig

Die nächste Brücke an der Talsperre Malter kommt an die Reihe für eine Frischekur und eine Erweiterung. Nächste Woche geht es los am Lämmergrund in Paulsdorf. Die Arbeiten beginnen offiziell am 1. Februar, informierte Martina Aurisch, Bauverantwortliche im Landratsamt. Jetzt stehen aber noch nicht die eigentlichen Bauarbeiten auf dem Plan.

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Erst einmal brauchen die Bauleute Platz. Dafür müssen einige Bäume weichen, und diese dürfen nur im Winter gefällt werden. Spätestens am 1. März ist Schluss mit solchen Arbeiten. Deswegen beginnen die Waldarbeiter mit ihrem Part. Der Brückenbau selbst beginnt im Frühjahr, wenn es das Wetter zulässt.

1992 ist die Brücke zum letzten Mal saniert worden

Über den Lämmergrund führt eine der Brücken, die vor über hundert Jahren zusammen mit dem Bau der Talsperre errichtet wurden. In diesem Alter ist es kein Wunder, dass sie in mangelhaftem Zustand ist. Der komplette Brückenbelag muss erneuert werden. Dabei kommt es vor allem auf die Abdichtung an, damit künftig keine Feuchtigkeit mehr in die Pfeiler eindringen kann. Das Mauerwerk an den Seiten und an den Unterseiten der Brückenbögen ist schon so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass es dringend saniert werden muss. 1992 ist die Brücke zum letzten Mal saniert worden.

Ein historisches Bauwerk ist die Brücke über den Lämmergrund. Weil sie aber weiterhin dem heutigen Verkehr standhalten muss, bekommt sie jetzt eine Sanierung.
Ein historisches Bauwerk ist die Brücke über den Lämmergrund. Weil sie aber weiterhin dem heutigen Verkehr standhalten muss, bekommt sie jetzt eine Sanierung. © Karl-Ludwig Oberthuer

Aber die Brücke muss auch breiter werden, damit dort ein Radweg Platz findet. Das bestehende Bauwerk gibt die nötige Breite nicht her, daher wird an die Seite zur Talsperre hin eine Zusatzbrücke aus Aluminium für Fußgänger und Radfahrer errichtet. Dazu werden zwei Pfeiler betoniert, auf denen dann die Alukonstruktion aufliegen wird.

Baukosten von rund einer Million Euro

Den Auftrag für die Brückenbauten hat das Bauunternehmen Hartmann aus Rechenberg-Bienenmühle bekommen. Kosten wird das Vorhaben rund eine Million Euro, von denen der Landkreis 105.000 Euro aus der eigenen Kasse bezahlen muss. Der Rest wird gefördert.

Für die Autofahrer ist das langfristig ein Vorteil. Denn wenn die Brücke saniert ist, sollte sie wieder stabil stehen. Würde sich der jetzige Bauzustand weiter verschlechtern, könnte auch eine Sperrung der Brücke drohen. Außerdem ist es ein Sicherheitsgewinn für alle Verkehrsteilnehmer, wenn die Fußgänger und Radfahrer eine eigene Spur bekommen.

Für diesen Gewinn müssen die Autofahrer aber während der Bauzeit Sperrungen in Kauf nehmen. Anfangs wird es zu einer halbseitigen Sperrung mit einer Baustellenampel kommen, später wird die Baustelle tageweise voll gesperrt. Bis Ende November ist die Bauzeit geplant. Dann sollten alle wieder freie Fahrt haben.

Eine Brücke fehlt noch, ehe der Radweg kommen kann

Dieses Bauvorhaben ist Teil eines längerfristigen Programms zur Brückensanierung rings um die Talsperre. In diesem Rahmen wurde schon 2018 auf der anderen Seite der Talsperre die Brücke über Bormanns Grund saniert. 2016 ist die Brücke über den Hochwasserüberlauf an der Staumauer erneuert worden. Hier war es schon so weit gewesen, dass keine Lkw und Busse mehr drüberfahren durften.

Wenn die Brücke über den Lämmergrund fertig ist, fehlt nur noch die Sanierung der Brücke über den Tännichtgrund. Das ist der Malter-Seitenarm, der zwischen Paulsdorf und der Vorsperre liegt. Wenn das abgeschlossen ist, wären die Voraussetzungen geschaffen, einen durchgehenden Fuß- und Radweg von Dippoldiswalde an der Talsperre entlang durch Paulsdorf und bis zum Abzweig nach Seifersdorf zu bauen. Heiko Weigel, der Beigeordnete im Landratsamt, hat in Aussicht gestellt, dass dieses Projekt in der jetzigen Amtszeit der Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) geschafft wird. Die Wahlperiode endet 2026.

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