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Corona: Zwei Drittel gehen nicht zum Test

Für die Abschlussklassen der Schulen läuft der Unterricht wieder. Den freiwilligen Schnelltest davor haben viele nicht wahrgenommen. Dafür gibt es Gründe.

Schulleiter Volker Hegewald steht vor der leeren Aula im Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde. Sie bleibt auch die nächsten Tage gesperrt, damit sich die Schüler hier nicht treffen können und damit womöglich das Virus verbreiten.
Schulleiter Volker Hegewald steht vor der leeren Aula im Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde. Sie bleibt auch die nächsten Tage gesperrt, damit sich die Schüler hier nicht treffen können und damit womöglich das Virus verbreiten. © Karl-Ludwig Oberthuer

Rund 200 Proben für Corona-Schnelltests sind von Schülerinnen und Schüler aus Dippoldiswalde, Altenberg, Geising und Schmiedeberg am Montag im Dippser Sportpark genommen worden. „Einer davon war positiv“, informiert Volker Hegewald, der als Leiter des Glückauf-Gymnasiums für die Aktion verantwortlich war. Der betroffene Schüler war glücklicherweise nicht mit dem Bus gekommen, sodass eine Weitergabe des Virus an andere Schüler nicht zu befürchten sei. Er kann aber nicht am Unterricht teilnehmen, der seit dieser Woche für die Abschlussklassen wieder läuft.

Rund ein Drittel haben mitgemacht

Die Beteiligung an der Testaktion liegt in dem Rahmen wie in Gesamtsachsen. Rund ein Drittel der Schüler haben mitgemacht. Die Gründe für eine Nichtteilnahme sind unterschiedlich, teilweise ist es die Angst vor einem positiven Ergebnis. „Eine Schülerin hat mir offen gesagt: Herr Hegewald, wenn ich mich nicht testen lasse, kann ich auf jeden Fall am Unterricht teilnehmen. Wenn ich aber mitmache und positiv bin, fallen wieder zwei Wochen aus. Und ich war schon zweimal in Quarantäne, habe also schon vier Wochen versäumt“, erzählt der Schulleiter von einem Beispiel.

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Nun läuft der Unterricht für die Abschlussklassen, aber auch bei ihnen mit Einschränkungen. Die Schüler besuchen am Gymnasium nur die Fächer, in denen sie auch geprüft werden. Damit wird die Zahl der Schüler in verschiedenen Kursen auch verringert.

Offen, wie es im Februar weitergeht

In den Oberschulen besuchen die Zehntklässler den Unterricht, und aus der neunten Klasse die, die nach diesem Schuljahr den Hauptschulabschluss machen wollen. „Wir haben die zehnten Klassen geteilt, sodass wir jetzt in fünf Gruppen unterrichten“, informiert Katrin Jungnickel, die Leiterin der Oberschule Schmiedeberg. Sie berichtet, dass die Schüler positiv darauf reagieren, dass sie wieder in die Schule dürfen und auch direkten Kontakt zu Lehrern und Mitschülern haben, wenn auch mit Abstand.

Ursprünglich war geplant, dass ab 8. Februar alle Klassen wieder in einen eingeschränkten Regelunterricht gehen. Aber nach der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom Dienstag steht das wieder infrage. Demnach soll der Lockdown bis 14. Februar dauern. Vor der erweiterten Schulöffnung ist auf jeden Fall wieder eine Testaktion geplant, egal wann der exakte Termin sein wird.

"Lagerkoller greift um sich"

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Die Situation in den Familien wird aber zunehmend schwieriger. Das ergab sich auch aus einer Elternkonferenz, zu der sich Hegewald mit den Elternsprechern aller Klassen zusammengeschaltet hat. „Die Eltern sind sehr stark belastet mit einer Fülle von Aufgaben. Inzwischen sind auch die Kinder nicht mehr ausreichend motiviert, um alleine zu Hause zu lernen“, hat der Schulleiter in dieser Runde erfahren. „Lagerkoller greift um sich.“

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