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Corona: Gymnasien werden Testzentren

Am Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde und dem Weißeritzgymnasium in Freital wird in großem Stil getestet. Wie das funktioniert.

Im Oktober mussten schon einmal alle Schüler des Glückauf-Gymnasiums in Altenberg zum Corona-Test. Jetzt wird das Gymnasium in Dipps zum Testzentrum.
Im Oktober mussten schon einmal alle Schüler des Glückauf-Gymnasiums in Altenberg zum Corona-Test. Jetzt wird das Gymnasium in Dipps zum Testzentrum. © Egbert Kamprath

Eingeschränkt auf die Abschlussklassen soll der Schulunterricht am 18. Januar wieder beginnen. Das betrifft die Gymnasien, Ober- und Förderschulen. Doch vorher sollen alle getestet werden. Das Landesamt für Schule und Bildung Dresden hat 26 Schulen als Testzentren bestimmt. „In der Weißeritzregion das Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde und das Weißeritzgymnasium Freital“, informierte Volker Hegewald, der Leiter des Glückauf-Gymnasiums.

Das Glückauf-Gymnasium ist damit auch Anlaufstelle für die Oberschüler aus Dippoldiswalde, Schmiedeberg und Geising sowie die Förderschüler aus Reinholdshain und die Regenbogenschule Rabenau. Insgesamt geht es um rund 675 Schüler, die sich hier testen lassen. In Freital sind es rund 900 Schüler.

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Gutes Netzwerk im ländlichen Raum

Hegewald hat das am Donnerstag erfahren. Nun ist er zwar Schulleiter, aber kein Fachmann für medizinische Tests. Darum hat er andere um Hilfe gefragt. An die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) hat er sich gewandt, ob er dafür die Räume im Sportpark nutzen darf. Der ist zurzeit ohnehin für jeglichen Sportbetrieb gesperrt und bietet genug Platz, damit die Schüler genug Abstand voneinander halten können.

„Die Oberbürgermeisterin hat mich sofort in eine Konferenz ihres Stabs hineingenommen, wo ich mit allen Verantwortlichen sprechen konnte. Das ist das Schöne bei uns im ländlichen Raum, dass solche Netzwerke funktionieren“, sagt Hegewald. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt die Aktion mit ausgebildetem Personal, die mit dem Testmaterial umzugehen wissen. Hegewald bekommt die Testsets und die Schutzanzüge geliefert, aber er benötigt ja Mitarbeiter, die damit umzugehen wissen.

„Der Test bleibt freiwillig“, sagt der Schulleiter. Er muss dann auch regelmäßig wiederholt werden, weil die verwendeten Schnelltests nur eine Momentaufnahme darstellen.

Landkreis schlägt auch Tests in Altenberg vor

Es gibt auch noch die Überlegung, die Tests nicht alleine in Dippoldiswalde und Freital zu machen, sondern auch in Altenberg. Der Landkreis hat das vorgeschlagen. Das würden den Schülern aus dem oberen Gebiet den Weg nach Dippoldiswalde ersparen. Aber die Entscheidung darüber ist noch nicht endgültig gefallen. Am Montag, dem 11. Januar, hat Hegewald alle betroffenen Schulleiter zu einer Beratung eingeladen, wo dann auch der Zeitplan für die Testaktion festgelegt werden soll. Dort ist dann auch Antje Füssel dabei, die im Landratsamt für die Schülerbeförderung mit zuständig ist.

Danach können die Jugendlichen, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, in die Klassenzimmer gehen. Hegewald würde eine Lösung bevorzugen, bei der alle Schüler einer Klasse oder eines Kurses anwesend sind. Das ließe sich in der Schule gut organisieren. Es wären ja viele Klassenzimmer frei. Beispielsweise gibt es Klassenzimmer, die aus Brandschutzgründen durch eine Tür miteinander verbunden sind. Da könnte eine Klasse auf zwei Zimmer verteilt werden und dennoch von einem Lehrer unterrichtet werden. Das wird noch festgelegt.

Schulanmeldung für die fünften Klassen per Post

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Hegewald macht sich auch Gedanken, wie die künftigen Schüler der fünften Klassen in der Schule angemeldet werden. Der übliche Weg, bei dem Eltern und Kind mit den Unterlagen zum Tag der offenen Tür kommen und sich dort anmelden, ist dieses Jahr versperrt. „Wir werden aber einen Weg finden, dass das beispielsweise auf dem Postweg möglich ist und die Familien von uns eine Aufnahmebestätigung erhalten“, versichert der Schulleiter.

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