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Wie Dipps sich vom Hackerangriff erholt

Seit einer Woche ist die EDV der Stadtverwaltung vom Internet abgeschnitten. Jetzt wird sie schrittweise neu angeschlossen, doch das dauert.

Das Dippser Rathaus ist Jahrhunderte alt und hat schon viel erlebt. Aber ein Hackerangriff ist mal etwas Neues.
Das Dippser Rathaus ist Jahrhunderte alt und hat schon viel erlebt. Aber ein Hackerangriff ist mal etwas Neues. © Egbert Kamprath

Ihren Humor hat die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) noch nicht verloren, wenn er auch derzeit eher in Richtung Galgenhumor geht. Die Stadtverwaltung ist in den letzten Tagen Opfer eines Hackerangriffs auf ihre Computeranlage geworden, der auch Tausende anderer Firmen und Einrichtungen in Deutschland getroffen hat. Über eine Sicherheitslücke im Microsoft-Email-Server „Exchange“ sind Angriffe auf das Computersystem der Verwaltung gelaufen. Zeitweise ist auch die Telefonanlage ausgefallen.

Internet an Arbeitsplätzen ist weiterhin gesperrt

Die Stadt hat darauf ihr ganzes System vom Internet abgeklemmt. Seit einer Woche sind Papier und Stift wieder wichtiger als die Bildschirme. Dipps hat die Firma, mit der sie für solche Fälle einen Rahmenvertrag hat, zu Hilfe gerufen. Nun kommt die Technik schrittweise wieder ans Netz. „Die Telefonanlage geht wieder. Die Mails können empfangen werden und wir können senden“, teilt die Oberbürgermeisterin mit. Das läuft aber noch nicht über das normale System, sondern über einen sogenannten Quarantäne-Tunnel. Das Internet ist an den Arbeitsplätzen der Verwaltung weiterhin gesperrt.

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Es sind keine Emails abhanden gekommen

Jetzt geht es darum, die städtische Datenverarbeitung wieder von Grund auf neu aufzubauen. Wer das mit seinem heimischen PC schon mal gemacht hat, weiß, dass es einige Zeit kostet, ehe alle Programme wieder laufen wie vorher. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind zusammen mit den externen Fachleuten dabei. „Das wird noch einige Zeit dauern“, sagt Körner. „Alle wichtigen Systeme laufen aber, sodass keine Mails abhanden gekommen sind oder Bürger irgendwas nicht erhalten können.“

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An vielen Stellen ist derzeit die Arbeit der Verwaltung behindert. Körner kommentiert das ironisch: „Wenn es nicht so ernst wäre, müsste ich ironisch sagen: Haben wir ein Glück! Vor einem Jahr hatten wir hier den ersten sächsischen Corona-Fall, jetzt suchen sich chinesische Hacker ausgerechnet uns aus…“

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