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Dippoldiswalde

Dippser Schüler auf den Spuren einer alten Bergbausiedlung

Um die Dippser mit ihrem Welterbe besser vertraut zu machen, gibt es ein eigenes Schulprojekt. Das ist jetzt gestartet.

Ein alter Mahlstein im Pöbeltal. Er ist übrig von einer ehemaligen Bergbausiedlung dort im Wald, die Dippser Schüler vor wenigen Tagen erkundet haben.
Ein alter Mahlstein im Pöbeltal. Er ist übrig von einer ehemaligen Bergbausiedlung dort im Wald, die Dippser Schüler vor wenigen Tagen erkundet haben. © Landesamt für Archäologie

Das Welterbe im Erzgebirge ist eine klare Sache. Es gibt Schaustollen und technische Denkmale wie den weithin sichtbaren Arno-Lippmann-Schacht in Altenberg. In Dippoldiswalde ist das etwas schwieriger. Die mittelalterlichen Silberbergwerke sind zwar etwas ganz Besonderes, liegen aber in der Erde verborgen und können auch nicht zugänglich gemacht werden. Um aber das Dippser Welterbe zu vermitteln, hat das Landesamt für Archäologie ein Projekt für Jugendliche ins Leben gerufen.

Schüler aus Dipps und dem Bezirk Chomutov dabei

Daran sind die Schüler der Oberschule und des Gymnasiums in Dippoldiswalde beteiligt sowie von tschechischen Partnerschulen in der Region Měděnec (Kupferberg) im Bezirk Chomutov (Komotau). Es läuft unter dem Begriff [email protected], der sinngemäß bedeutet Bergbaugeschichte an der Schule.

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Alte Bergbausiedlung im Wald gefunden

Dippser Schüler hatten jetzt die erste Exkursion in diesem Rahmen, wie Lisa van Bömmel-Wegmann informiert. Die Archäologin hat sie dabei betreut. Ziel war der vordere Grünwald zwischen dem Pöbeltal und Seyde. Dort haben Archäologen im Zuge ihrer Forschungen die Spuren einer früheren Bergbausiedlung gefunden. Im Wald ist eine Reihe kleiner Pingen zu sehen. Die Erde birgt noch Spuren von Bergbauaktivitäten und dort haben Forscher auch noch andere Überreste wie Keramik oder Werkzeug gefunden.

Klassisches archäologisches Arbeiten und neue Technik

„Es war der erste Kontakt der Jugendlichen mit dem Thema“, sagt van Bömmel-Wegmann. An einer Station konnten sie mit Virtual-Reality-Brillen einen Eindruck vom Leben in einer solchen Siedlung vor 700 bis 800 Jahren gewinnen.

Die zweite Station dieses Erkundungsgangs führte sie ins Gelände der früheren Siedlung im Grünwald. Sie sahen sich Funde an, sahen aber auch die digitalen Geländemodelle, mit denen die Wissenschaftler Spuren erkunden, die sonst im Wald nicht zu erkennen sind. Zuletzt lernten sie klassisches archäologisches Vorgehen an einem offenen Grabungsschnitt kennen.

Präsentation am Welterbetag in Dipps geplant

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Ziel ist, dass sich aus beiden Dippser Schulen Jugendliche in einer Arbeitsgemeinschaft zum Welterbe zusammenfinden. Räume stehen dafür an der Oberschule zur Verfügung. Sie können dann das Thema ausarbeiten. Wenn es unter Corona-Bedingungen möglich ist, soll dabei eine Präsentation entstehen, die zum Welterbetag am 5. Juni 2022 vorgestellt wird.

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