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Dippoldiswalde: Hubschrauber kreisen über den Wäldern

Der Forstbezirk Bärenfels beginnt am Montag mit der Bodenschutzkalkung in den Wäldern zwischen Dipps, Glashütte und Altenberg.

Solche Aktionen wird man in den kommenden Wochen im Osterzgebirge sehen können.
Solche Aktionen wird man in den kommenden Wochen im Osterzgebirge sehen können. © Archivfoto: Egbert Kamprath

Die Wälder im Forstbezirk Bärenfels werden gekalkt. Bei geeigneter Witterung beginnen die Arbeiten dazu am Montag im Bereich des Kohlberges bei Oberfrauendorf. Wie in den Vorjahren werden dabei Hubschrauber eingesetzt. "Die Waldkalkung zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, um die negativen Auswirkungen der Schadstoffeinträge in die Wälder zu mildern", erklärt Kristina Funke, Sprecherin des Forstbezirkes.

Gekalkt werden 902,65 Hektar Waldflächen, die dem Freistaat gehören, und 492,5 Hektar Waldflächen, die Städte, Gemeinden und Privaten gehören. Pro Hektar werden jeweils drei Tonnen dolomitische Kalke aufgebracht. Insgesamt werden die Hubschrauber 4.185,45 Tonnen Kalk verstreuen und dafür je nach Witterung maximal acht Wochen benötigen, so Funke. Einige Schutzgebiete und Biotope werden nicht gekalkt.

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Die betreffenden Wälder befinden sich in den Gemarkungen Ulberndorf, Oberfrauendorf, Niederfrauendorf, Luchau, Johnsbach, Glashütte, Cunnersdorf, Rückenhain, Neudörfel, Dittersdorf, Falkenhain, Bärenstein, Börnchen, Hirschsprung, Liebenau, Lauenstein, Altenberg, Geising, Löwenhain und Bärenburg.

Aus Sicherheitsgründen werden die Waldflächen für die Zeit der Befliegung abschnittsweise komplett gesperrt. "Waldbesucher werden eindringlich gebeten, diese Absperrungen zu respektieren", so Funke. Waldfrüchte wie Himbeeren, Heidelbeeren oder Pilze können direkt nach dem Abschluss des Kalkens bedenkenlos verzehrt werden. Sie sollten lediglich vorab gründlich gewaschen werden, rät sie.

Das Kalken der Waldböden ist notwendig, erklärt die Forstbezirks-Sprecherin. Denn die Waldböden nehmen mit ihrer Filter-, Puffer- und Speicherfunktion im Naturhaushalt eine zentrale Stellung ein. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Waldböden tiefreichend versauert sind. Ursache sind die Schwefel- und Stickstoffverbindungen aus den letzten 200 Jahren, die mit dem sauren Regen in die Böden gelangt sind.

Das gilt auch für das Erzgebirge und sein Vorland, obwohl hier die Schwefelbelastung der Luft abgenommen hat. Wenn Waldböden versauern, gibt es immer weniger basische Nährstoffen wie Magnesium und Calcium, erklärt die Sprecherin. Zudem werden toxisch wirkende Metall-Ionen wie Aluminium und Schwermetalle freigesetzt. Das sei auch für die Trinkwassergewinnung und die Gewässer problematisch, so Funke. Deshalb müsse gekalkt werden.

Wer Fragen zum Kalken hat, kann sich im Forstbezirk Bärenfels unter der Rufnummer 035052 613 211 (Herr Werner) oder 0173/3730019 (Herr Göbel) melden.

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