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Lohgerber-Museum bekommt eine Allee

Dippoldiswalde möchte seine Unterstadt aufwerten. Dabei wird auch der Bahnhof der Weißeritztalbahn einbezogen. Die Pläne wurden jetzt präsentiert.

Eine Allee soll den Bahnhof der Schmalspurbahn mit dem Dippser Museum (Mitte) verbinden. Sie soll auf diesem Platz, der vom Museum, dem Friedhof und der Straße Am Mühlgraben begrenzt wird, enden.
Eine Allee soll den Bahnhof der Schmalspurbahn mit dem Dippser Museum (Mitte) verbinden. Sie soll auf diesem Platz, der vom Museum, dem Friedhof und der Straße Am Mühlgraben begrenzt wird, enden. © Egbert Kamprath

Noch wird drinnen fleißig gewerkelt. Doch die Dippser haben sich längst ihre Gedanken gemacht, wie es später mal um das sanierte Lohgerber-Museum in der Unterstadt aussehen soll. In der jüngsten Stadtratssitzung wurden die Pläne dafür vorgestellt. Den Zuschlag bekam das Büro Frase aus Dresden. Es hat in Dippoldiswalde schon seine Spuren hinterlassen, sagte die Leiterin des Fachbereichs Bau, Simone Ullrich-Braune. So hat das Büro auch den Spielplatz Polypark und die Herrengasse, eine der bekanntesten Altstadtgassen, geplant. Hier steht auch der Schuhbrunnen, der damals auch geschaffen wurde.

Nun kam Landschaftsplaner Eckhard Frase in die Parksäle, um den Stadträten zu erläutern, wie das Areal rund um Museum bis hin zum Bahnhof der Weißeritztalbahn verändert werden soll. Auch der Parkplatz des Friedhofs soll umgestaltet werden.

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So sieht die sanierte Fassade des Dippser Museums aus. Rechts davon wird der neue Haupteingang geschaffen.
So sieht die sanierte Fassade des Dippser Museums aus. Rechts davon wird der neue Haupteingang geschaffen. © Egbert Kamprath

Das Gelände zwischen Museum, Bahnhof und der Straße Am Mühlgraben soll in zwei Etappen verändert und aufgewertet werden, erklärte der Planer. Im ersten Schritt soll eine neue, 4,75 Meter breite asphaltierte Verbindung zwischen den Bahnhof der Schmalspurbahn und dem Museum geschaffen werden, die später eine Art Allee wird. Neugestaltet wird der Parkplatz, der sich zwischen dem Museum und dem Friedhof befindet. Dieser wird vergrößert. Es entstehen 13 Stellflächen, davon ist einer ein Behindertenparkplatz. Von diesem Parkplatz wird ein mit Betonpflaster gestalteter Gehweg zum Museum errichtet, der zum hinteren Teil des Torhauses und zum künftigen neuen Eingang führt. Der Platz vor dem Eingang wird mit Granitpflaster gestaltet. Außerdem erhalten die Wege Straßenlaternen.

Der Parkplatz am Dippoldiswalder Friedhof soll umgestaltet werden. Er soll größer werden und eine Behindertenstellplatz bekommen.
Der Parkplatz am Dippoldiswalder Friedhof soll umgestaltet werden. Er soll größer werden und eine Behindertenstellplatz bekommen. © SZ/Maik Brückner

Noch wird an den Feinheiten geplant. Dennoch sollen die Arbeiten an diesem Abschnitt in absehbarer Zeit beginnen. Bereits im Frühjahr soll der erste Teil der Aufträge ausgeschrieben werden. Frase erklärte auf Nachfrage aus dem Stadtrat, dass er zuversichtlich sei, Baufirmen dafür zu gewinnen. Es gebe zwar Unternehmen, deren Bücher für 2021 voll seien, sagte er. Er kenne aber auch Baufirmen, die noch Aufträge für 2021 akquirieren müssen. Der Landschaftsplaner rechnet den Stadträten vor, dass die Realisierung des Wege- und Parkplatzausbaus rund 303.000 Euro kosten werden.

Dass hier noch gebaut wird, sieht man an der Rückseite des Museums noch deutlicher.
Dass hier noch gebaut wird, sieht man an der Rückseite des Museums noch deutlicher. © Egbert Kamprath

Im nächsten Schritt soll die Fläche zwischen Museum, Parkplatz und der Straße Am Mühlgraben aufgewertet werden. Hier soll mit dem Aushub ein kleiner Hügel gestaltet werden. Die Fläche wird dezent begrünt. Optional könnte die Fläche später auch für eine mögliche Erweiterung des Museums genutzt werden.

Mühlgraben wird frei gelegt

Ein Teil des verrohrten Mühlgrabens wird geöffnet. Mit Resten einer Mühle soll am Mühlgraben ein Lapidarium geschaffen werden. Entlang der Fußwegen werden noch Bänke aufgestellt werden. Geprüft wird auch noch, ob und wie eine Fläche, die derzeit verpachtet ist und an den Platz des Museums grenzt, in das Vorhaben integriert werden könnte. Parallel zu dieser Neugestaltung sollen entlang der neuen Allee und am erweiterten Parkplatz Bäume gepflanzt werden.

Auf diesem Areal entsteht ein neuer Weg, der im kommenden Jahr den Bahnhof und das Lohgerbermuseum (Bildmitte) verbinden soll.
Auf diesem Areal entsteht ein neuer Weg, der im kommenden Jahr den Bahnhof und das Lohgerbermuseum (Bildmitte) verbinden soll. © SZ/Maik Brückner

Bauamtsleiterin Ullrich-Braune erklärte, dass sich die Verwaltung bewusst dafür entschieden hat, die Neugestaltung in zwei Schritten anzugehen. Hauptgrund seien die Kosten. Mit den für 2021 geplanten Arbeiten werde zudem sichergestellt, dass das Museum vom Bahnhof und mit dem Auto gut erreicht ist.

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