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Dipps sichert sich Markenrechte

Vor 20 Jahren haben Dippser der Stadt Freital die Rechte am Slogan "Tor zum Osterzgebirge" weggeschnappt. Aber wissen sie auch was damit anzufangen?

Auf der Internetseite der Stadt findet sich der Slogan "Tor zum Osterzgebirge", aber sonst sind gute Ideen noch gefragt.
Auf der Internetseite der Stadt findet sich der Slogan "Tor zum Osterzgebirge", aber sonst sind gute Ideen noch gefragt. © Screenshot SZ

Die Stadt Dippoldiswalde hat die Eintragung der Marke „Tor zum Osterzgebirge“ für die nächsten zehn Jahre verlängern lassen, informierte Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU). Dafür hat die Stadt 750 Euro bezahlt. Diese Rechte hat sich ein Dippser Verein einst gesichert, damit Freital sie nicht bekommt. Dipps nutzt sie aber kaum.

Wettlauf mit der Stadt Freital um die Marke

Vor 20 Jahren gab es einen regelrechten Wettlauf um den Begriff „Tor zum Osterzgebirge“. Damals haben Dippser der Stadt Freital die Rechte daran vor der Nase weggeschnappt. Ende 2000 hatte der Freitaler Stadtrat ein Schild an der Autobahn beantragt: „Freital – Tor zum Osterzgebirge“. Damals hatte sich in Dippoldiswalde aber der Verein „Dipps lebt“ neu gegründet, der schneller war und sich beim Deutschen Patent- und Markenamt die Wortmarke „Tor zum Osterzgebirge“ gesichert hat.

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Die Idee mit der Marke hat nicht gezündet

Damals hat der Verein sich auch die Internetseite Tor-zum-Osterzgebirge.de eintragen lassen. Die gibt es heute gar nicht mehr. Die zündende Idee war der Markeneintrag wohl doch nicht. Jedenfalls verabschiedete sich der Verein 2011 wieder davon. Seine Aktivitäten waren erlahmt. Die ersten zehn Jahre der Schutzfrist waren abgelaufen und die Eintragung musste kostenpflichtig erneuert werden, andernfalls wäre das Markenrecht erloschen. Jedermann hätte sich wieder "Tor zum Osterzgebirge" nennen dürfen. Der Verein hat die Marke dem damaligen Oberbürgermeister Ralf Kerndt (Freie Wähler) angetragen. Der hat zugegriffen und die Marke auf die Stadt überschreiben lassen. Das hat seinerzeit 800 Euro gekostet.

Nennenswert eingesetzt wird die Marke aber bis heute nicht. Die Stadt hat die Bezeichnung auf ihre Internetseite gesetzt und nennt sich in den Stellenausschreibungen auch immer „Tor zum Osterzgebirge“. Immerhin gibt es auf der Webseite der Stadt ein eigenes Formular, um die Nutzung der Marke zu beantragen. Das wird dort auch die nächsten zehn Jahre benötigt, weil die Marke wieder verlängert worden ist. Oberbürgermeisterin Körner kündigte aber an, diese Marke in Zukunft intensiver zu nutzen. 750 Euro müssen sich doch auch bezahlt machen.

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