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Dippserin ans Oberlandesgericht befördert

Die Juristin Dr. Steffi Nobis ist in ihrer Laufbahn viel rumgekommen. Ob ihre Laufbahn in Dresden endet, ist noch offen.

Das Arbeitszimmer mit dem schönen Blick auf die Dippser Kirche gibt Dr. Steffi Nobis auf. Die Richterin ist ans Oberlandesgericht nach Dresden befördert worden.
Das Arbeitszimmer mit dem schönen Blick auf die Dippser Kirche gibt Dr. Steffi Nobis auf. Die Richterin ist ans Oberlandesgericht nach Dresden befördert worden. © Egbert Kamprath

Es war ein kurzes berufliches Zwischenspiel, das die Dippser Richterin Dr. Steffi Nobis in ihrer Heimatstadt hatte. Die Familienrichterin am Amtsgericht Dippoldiswalde ist nach Dresden befördert worden. Offiziell gilt die Entscheidung seit April. Steffi Nobis wechselt aber erst zum 17. Mai an das Oberlandesgericht in Dresden, wie Amtsgerichtsdirektor Rainer Aradei-Odenkirchen informierte. Die Nachfolgerin in Dipps steht schon fest. Katja Petzold wechselt von der Staatsanwaltschaft ans Amtsgericht nach Dipps.

In Dresden warten viele VW-Prozesse

Steffi Nobis war in Dippoldiswalde als Familienrichterin tätig. Dieses Rechtsfeld wird sie auch am Oberlandesgericht weiterbearbeiten, aber nur zur Hälfte ihrer Zeit. Zur anderen Hälfte wird sie im Zivilrecht tätig. Dort sind zurzeit viele Prozesse wegen Dieselfahrzeugen zu bearbeiten.

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Das Oberlandesgericht ist die Berufungsinstanz. Dort wird entschieden, wenn jemand gegen die Entscheidung eines anderen Gerichts Berufung oder Beschwerde einlegt. „Das sind dann häufig kompliziertere Fälle“, sagt Richterin Nobis.

Die Juristin bleibt Dippoldiswalde verbunden

Steffi Nobis ist gebürtige Dippserin. „Ich bleibe der Stadt auch verbunden“, sagt sie. Sie wird weiter hier wohnen und arbeitet auch im Ortsverband der CDU als Vorstandsmitglied mit. Auch schätzt sie als passionierte Langläuferin die Nähe zum Osterzgebirge.

Studiert hat sie in Leipzig, Tübingen und Aix-en-Provence. In ihrer Doktorarbeit hat sie deutsches und französisches Zivilrecht verglichen. Danach hat sie in Baden-Württemberg als Richterin gearbeitet, ehe es die Chance gab, wieder nach Sachsen zu wechseln.

Hier hat sie mehrere Jahre am Oberlandesgericht und im Justizministerium in Dresden gearbeitet, bevor sie im vergangenen Jahr ans Amtsgericht Dipps gekommen ist. Ihre bisherige Arbeit in Dresden hat offenbar überzeugt, sodass sie jetzt befördert wurde. „Es ist aber durchaus denkbar, dass ich später auch wieder einmal nach Dippoldiswalde wechsle“, sagt sie.

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