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Glashütte: Interessent für Ex-Gaststätte

Ob die Stadt das Goldene Glas kauft, soll der Stadtrat entscheiden. Es gibt Bestrebungen, es zu einem Vereinshaus umzugestalten.

Der Glashütter Ortschaftsrat möchte die ehemalige Gaststätte Goldenes Glas gern zum Vereinshaus umbauen lassen. Dafür setzt sich auch Ortschef Maik Lehmann (Zeitlos) ein.
Der Glashütter Ortschaftsrat möchte die ehemalige Gaststätte Goldenes Glas gern zum Vereinshaus umbauen lassen. Dafür setzt sich auch Ortschef Maik Lehmann (Zeitlos) ein. © Egbert Kamprath

Kann die frühere Glashütter Gaststätte "Goldenes Glas" zu einem Vereinshaus umgebaut werden? Eine Antwort darauf soll es in einer der nächsten Stadtratssitzungen geben. Dort will die Verwaltung eine Untersuchung vorlegen, die ein Planungsbüro erarbeitet hat. Dieses sollte auf Grundlage von Nutzungsideen, die der Ortschaftsrat Glashütte gesammelt hat, prüfen und eine erste Kostenschätzung abgeben, was die Realisierung kosten würde, informierte Bürgermeister Markus Dreßler (CDU).

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Auf dieser Grundlage soll der Stadtrat "in einer der nächsten Stadtratssitzungen" über die Chancen und Risiken, den Bedarf und den Aufwand beraten. Es soll aber auch eine Entscheidung fallen, ob die Stadt die Immobilie kaufen soll. Bisher hat sich die Stadt das Vorkaufsrecht an der Immobilie bis Ende 2021 gesichert.

Weiter informierte Dreßler darüber, dass es inzwischen einen privaten Interessenten für die Immobilie gibt, der das Gebäude sanieren möchte. Erste Gespräche mit ihm und den beiden stellvertretenden Bürgermeistern, Uwe Ahrendt (Grüne) und Thomas Flasche (CDU), hätten demnach bereits stattgefunden. Dass es diesen Interessen gibt, sollte der Stadtrat in der Abwägung ebenfalls beachten, so Dreßler.

Der frühere Gastwirt Michael Schirmer steht zwischen den Stuhlreihen im ehemaligen Kino seiner Gastwirtschaft Goldenes Glas.
Der frühere Gastwirt Michael Schirmer steht zwischen den Stuhlreihen im ehemaligen Kino seiner Gastwirtschaft Goldenes Glas. © Egbert Kamprath

Das Goldene Glas gehörte über viele Jahrzehnte fest zur Glashütter Gastronomie. Das Haus wurde 1803 errichtet und war seitdem immer ein Gasthaus. 1991 hatte es Michael Schirmer übernommen, der es bis zur offiziellen Schließung 2016 als Gasthaus führte. Das Besondere an dem Gebäude: Es verfügt über einen Kinosaal. 1906 flimmerte hier der erste Streifen über die Leinwand. Auch zu DDR-Zeiten und in den 1990er-Jahren wurden hier Filme gezeigt. 2005 hob sich der Vorhang zum letzten Mal für eine Filmvorführung.

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Im November 2019 beantragte Stadtrat Jörg Prasser (Wählervereinigung Zeitlos), dass die Stadt sich das Vorkaufsrecht sichern sollte. Es folgten schriftliche Anträge, denen der Stadtrat 2020 letztlich einstimmig folgte. Später legte Glashüttes Ortsvorsteher Maik Lehmann (Wählervereinigung Zeitlos) ein Nutzungskonzept vor, das der Ortschaftsrat erarbeitet hatte.

In einer der früheren Sitzung sprach sich der Ortschef zudem dafür aus, die Sanierung in Etappen anzugehen. Die Glashütter und die Vereine würden sich dabei einbringen.

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