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Glashütte: Banker will Bürgermeister werden

Noch arbeitet Sven Gleißberg als Personalratsvorstand der Ostsächsischen Sparkasse. Im Herbst möchte er gern ins Rathaus wechseln.

Von Maik Brückner
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Sven Gleißberg arbeitet als Personalratsvorstand bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Zur Bürgermeisterwahl in Glashütte möchte er als Parteiloser antreten
Sven Gleißberg arbeitet als Personalratsvorstand bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Zur Bürgermeisterwahl in Glashütte möchte er als Parteiloser antreten © privat

Einen Termin für die Bürgermeisterwahl in Glashütte gibt es noch nicht, dafür aber den ersten Kandidaten: Sven Gleißberg. Er tritt als Parteiloser an und wird nach eigenen Angaben von der CDU und der Wählervereinigung Schlottwitz unterstützt. Für Letztere arbeitet er bereits im Ortschaftsrat Schlottwitz mit.

Gleißberg ist 37 Jahre alt und verheiratet. Zur Familie gehören drei Kinder im Alter von vier, sechs und elf Jahren. Aufgewachsen ist er in Dresden. Er wohnt aber seit zehn Jahren in Schlottwitz und fühlt sich "mit ganzem Herzen" als Glashütter.

Seit 21 Jahren bei der Sparkasse

Der Schlottwitzer arbeitet seit 21 Jahren in verschiedenen Funktionen bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. "Seit 2016 bin ich Personalratsvorstand und zudem Verwaltungsratsmitglied", sagt er. Das Unternehmen hat knapp 1.600 Beschäftigte. Ehrenamtlich ist Sven Gleißberg Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Heimatvereins Schlottwitz und auch im Vorstand des Fördervereins "Schlottwitzer Tage" aktiv. Zudem ist er für die Vermietung der Begegnungsstätte „Boot" verantwortlich.

Zu seinen Zielen hat sich Sven Gleißberg Gedanken gemacht. Nach seiner Einschätzung hat sich Glashütte mit seinen Ortsteilen in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Diesen Weg möchte er gern fortsetzen. Er will sich auch für eine gleichberechtigte Entwicklung aller Ortsteile ersetzen, Vereine und die Feuerwehr fördern und in Straßen, Kitas, Gemeinschaftshäuser und den Hochwasserschutz investieren.

Gräben im Stadtrat schließen

Außerdem soll der Einwohnerrückgang gestoppt und Angebote für neue Einwohner entwickelt werden. Wichtig sei ihm der Dialog. "Gespräche mit den Bürgern auf der Straße, am Gartenzaun oder im Verein machen mir Freude und ich sehe diese Gespräche als wichtige Grundlage für die Arbeit als Bürgermeister. Ich möchte erfahren, was die Menschen bewegt und mit Ihnen gemeinsam Lösungen auf den Weg bringen."

Die in der Stadt tätigen Unternehmen seien wichtige Partner, mit denen er vertrauensvoll zusammenarbeiten will. Das gilt auch für den Stadtrat. Ihm sei es wichtig, bestehende Gräben zu schließen. Er möchte politische Brücken bauen.

Gleißberg traut es sich zu, sich schnell in die Aufgaben eines Bürgermeisters einarbeiten zu können. Er verweist auf seine Tätigkeit in der Sparkasse. Als Verwaltungsrat arbeitete er mit Landräten und Bürgermeistern zusammen. "In dem Sinne weiß ich, wie Verwaltungen ,ticken'", sagt er. Er wisse, wie Meinungsbildungsprozesse im Großen wie im Kleinen verlaufen.

Die Bürgermeisterwahl wird notwendig, weil Amtsinhaber Markus Dreßler (CDU) im Sommer als Beigeordneter ins Pirnaer Rathaus wechselt.

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