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Glashütte hebt Kita-Beiträge an

Die neuen Sätze werden ab Herbst fällig. Das wirkt sich auch auf die Stadteinnahmen aus.

Die Betreuung von Kindern in den Glashütter Einrichtungen wird teurer. Die neuen Beiträge gelten ab September.
Die Betreuung von Kindern in den Glashütter Einrichtungen wird teurer. Die neuen Beiträge gelten ab September. © dpa

Der Glashütter Stadtrat hat sich auf neue Betreuungskosten für die Kinder in Kindertageseinrichtungen verständigt. Damit folgte er einer Empfehlung der Stadtverwaltung. Diese wollte die neuen Sätze bereits im Vorjahr beschließen lassen, damit sie im Januar in Kraft treten und bereits Geld einspielen. Im Herbst 2020 lehnte eine Mehrheit im Stadtrat diesen Plan aber noch ab.

Jetzt verständigte sich der Rat mehrheitlich bei einer Gegenstimme darauf, dass die neuen Sätze eingeführt werden, allerdings nicht wie zuletzt geplant im März, sondern erst im September. Damit wolle man den Eltern mehr Zeit einräumen, damit sie diese neuen Beträge einkalkulieren können, erklärte Bürgermeister Markus Dreßler (CDU).

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Genaue Höhe der Beiträge steht noch nicht fest

Wie sich die Beiträge ändern werden, steht noch nicht fest. Das wird sich erst nach der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2020 ergeben, die bis Mitte des Jahres vorgelegt werden soll. Diese ist Grundlage für die Berechnung.

Der Stadtrat hob die Höhe der Prozentzahlen an, die maßgeblich für die Errechnung des Elternanteils an den Kita-Kosten sind. So tragen die Eltern bei einem Krippenplatz bisher 16,7 Prozent der Kosten, künftig sind es 20 Prozent. Beim Kindergarten erhöht sich der Elternanteil von 21 auf 25 Prozent, beim Hort von 21,2 auf 25 Prozent.

Vorausgesetzt, die Gesamtplatzkosten eines Neun-Stunden-Krippenplatzes bleiben mit der neuen Betriebskostenabrechnung konstant, würde der monatliche Elternbeitrag von 210 auf 251 Euro steigen, rechnete Dreßler in der Beschlussvorlage vor. Der Anteil der Stadt sinkt von 825 auf 784 Euro. Den Rest der Kosten trägt der Freistaat.

Hätte die Stadt die neuen Beiträge zu Beginn des Jahres eingeführt, hätte sie 107.000 Euro mehr einnehmen können, mit Wirkung ab dem 1. März wären es noch 85.000 Euro gewesen. Mit der nun beschlossenen Anhebung werden sich die Mehreinnahmen in diesem Jahr auf rund 31.000 Euro belaufen.

Künftig jährliche Anpassung

Die Stadträte verständigten sich auch darauf, die Elternbeiträge ab 2023 jährlich automatisch anzupassen. 2022 will man darauf verzichten. Künftig soll bei geplanten Änderungen der Beiträge zwingend auch der Elternrat angehört werden. Dieser Passus wurde auf Anregung der Elternvertreter in die Kita-Betreuungssatzung aufgenommen.

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