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Museum sucht Absolventen der I-Schule

Das Uhrenmuseum in Glashütte plant eine neue Sonderausstellung. Zeitzeugen sollen helfen, diese anschaulicher zu machen.

Einst wurden auch in Glashütte Ingenieure ausgebildet. Das Deutsche Uhrenmuseum sucht diese nun als Zeitzeugen für die nächste Sonderausstellung.
Einst wurden auch in Glashütte Ingenieure ausgebildet. Das Deutsche Uhrenmuseum sucht diese nun als Zeitzeugen für die nächste Sonderausstellung. © Deutsches Uhrenmuseum

Über 40 Jahre lang wurden in Glashütte Ingenieure ausgebildet. Viele arbeiteten später in der Uhrenindustrie, aber auch in den Betrieben von Büromaschinen-, Datenverarbeitungsmaschinen- und Halbleiterherstellern in der gesamten damaligen DDR. Das Deutsche Uhrenmuseum möchte diese Geschichte der Ingenieurschule, in Glashütte liebevoll I-Schule genannt, nun näher beleuchten.

Dazu werden Frauen und Männer gesucht, die sich in Glashütte zu Ingenieuren ausbilden ließen. Als Zeitzeugen sollen sie helfen, die Ausstellung anschaulicher werden zu lassen.

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Die Ingenieurschule für Feinwerktechnik wurde vor 70 Jahren gegründet. Sie erhielt ihren Platz im Gebäude der ehemaligen Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, in dem heute das Uhrenmuseum beheimatet ist. Anfänglich wurden dort nur Direktstudien angeboten. Das änderte sich aber später, berichtet Museumssprecher Michael Hammer.

Außenstellen in Dresden, Berlin und Erfurt

Parallel zum Direktstudium in Glashütte wurde im Laufe der Jahre ein Netz von Außenstellen aufgebaut, in denen möglich war, in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Trägerbetrieben ein Fern- beziehungsweise Abendstudium zu absolvieren. Diese Standorte befanden sich in Dresden, Berlin, Frankfurt/Oder, Erfurt, Sömmerda, Karl-Marx-Stadt - dem heutigen Chemnitz -, Freital, Oelsnitz/Erzgebirge und Zella-Mehlis.

Ingenieurschule überstand den Mauerfall

Die Ingenieurschule für Feinwerktechnik überstand die Deutsche Einheit nur knapp. Am 31. Dezember 1992 schloss die Einrichtung endgültig. Bis dahin absolvierten etwa 2.500 Studenten ihre Ausbildung. An diese Zeit möchte das Uhrenmuseum mit der neuen Sonderausstellung erinnern. Dafür werden Zeitzeugen, wie ehemalige Ingenieurschüler oder Lehrer gesucht. Das Museumsteam um Ulf Molzahn interessiert sich dabei für persönliche Erinnerungen an die Ausbildungszeit und die Lebensläufe der Absolventen.

Dokumentiert werden sollen Begebenheiten, die besonders im Gedächtnis hängengeblieben sind. Auch praktische Arbeiten und Erinnerungsstücke, die aus dieser Zeit aufbewahrt werden, sind für die Museumsleute interessant. Das Museum möchte auch wissen, ob die Absolventen untereinander Verbindungen halten.

Das Gebäude des heutigen Deutsches Uhrenmuseums wurde über 40 Jahre als Ingenieurschule für Feinwerktechnik genutzt. Etwa 2.500 Frauen und Männer studierten hier.
Das Gebäude des heutigen Deutsches Uhrenmuseums wurde über 40 Jahre als Ingenieurschule für Feinwerktechnik genutzt. Etwa 2.500 Frauen und Männer studierten hier. © Deutsches Uhrenmuseum

"Mit einigen Ehemaligen stehen wir bereits in Kontakt, möchten aber noch weitere Quellen auftun", sagt Hammer. Deshalb wandte sich das Museum an Saechsische.de.

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Zeitzeugen, die dem Museum helfen können und wollen, werden gebeten, sich im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte zu melden. Möglich ist das per Mail, telefonisch oder klassisch über einen Brief. Die Anschrift lautet: Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, Schillerstraße 3a, 01768 Glashütte/Sachsen.

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