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Magarethe kehrt zurück

Das Schlossmuseum in Lauenstein erhält nach 16 Wochen eines seiner wertvollsten Kunstwerke zurück.

Die Restauratorin Betina Beck aus Kesselsdorf hat in den letzten 16 Wochen die Darstellung der Prinzessin Margarethe von Pflugk restauriert. Dieses Foto entstand vor dem Beginn der Arbeiten.
Die Restauratorin Betina Beck aus Kesselsdorf hat in den letzten 16 Wochen die Darstellung der Prinzessin Margarethe von Pflugk restauriert. Dieses Foto entstand vor dem Beginn der Arbeiten. © Egbert Kamprath

Vier Monate war sie zur „Kur“. Nun kehrt Margarethe schön und frisch ins Osterzgebirge zurück . "Fast so, wie sie vor gut 400 Jahren einmal war", sagt Gabriele Gelbrich, Leiterin des Osterzgebirgsmuseum Lauenstein. 

Die Kesselsdorfer Restauratorin Betina Beck hatte das Gemälde der jungen Adeligen Margarethe von Pflugk in den letzten 16 Wochen in ihrer Restaurierungswerkstatt genau unter die Lupe genommen. Dort hatte sie Farbschichten, die sich lösten, gefestigt, Fehlstellen gekittet, alte Retuschen ausgebessert und Flächen gereinigt. "Diese filigrane Arbeit war sehr aufwendig, weil es viele Schadstellen gab und das Tafelbild sehr groß ist", so Gelbrich.

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Nun freuen sich der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) und die Museumsmitarbeiter, dass das Bild im Schloss Lauenstein wieder gezeigt werden kann. "Es ist das älteste Gemälde in der Sammlung und es bekommt nun sogar einen neuen Platz im Haus", sagt die Museumsleiterin. Darüber freut sich auch Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. Denn die Restaurierung des Kunstwerkes wurde mit Unterstützung eines Corona-Hilfeprogramms seiner Stiftung finanziert. Es ist nicht das einzige Objekt. In den letzten Wochen wurden 120 Projekte mit einer Gesamtsumme von über 1,3 Millionen Euro gefördert. Zugute kam das Geld freiberuflichen Wissenschaftlern und Restauratoren.  "Das Renaissancegemälde der Margarethe von Pflugk ist unbestritten ein herausragendes Objekt der Sammlung, welches durch die Restaurierungsarbeiten wieder in neuem Glanz erstrahlt und nun der Öffentlichkeit präsentiert werden kann“, so Hoernes.

Das Renaissance-Ölgemälde auf Holz wurde von einem unbekannten Maler im Jahr  1589 gemalt. Es ist eines der wenigen Objekte aus dem Interieur des benachbarten Bärensteiner Schlosses, welche in der Region verblieben sind und  im Schloss Lauenstein eine neue Heimat fand. Im dortigen Schlossmuseum ist es das älteste und eines der wertvollsten Exponate. 

Das Bild wird am Dienstag nach Lauenstein gebracht und ist ab Mittwoch wieder in der Ausstellung zu sehen. 

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