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Neue Pläne für die Schulen im Landkreis SOE

Am Gymnasium in Dipps, in Schmiedeberg und Klingenberg wird der Platz knapp. Dafür muss eine Lösung her. Die Diskussion dazu geht in die Verlängerung.

Das Glückauf-Gymnasium in Dipps ist ein großer Gebäudekomplex, aber nicht groß genug. Die nächsten Jahre wird es zu eng für die vielen Schüler.
Das Glückauf-Gymnasium in Dipps ist ein großer Gebäudekomplex, aber nicht groß genug. Die nächsten Jahre wird es zu eng für die vielen Schüler. © Egbert Kamprath

Bekommt das Gymnasium in Dippoldiswalde einen Erweiterungsbau? Finden Tharandter Schüler auch künftig noch Platz in der Oberschule Klingenberg? Hat Glashütte die Chance auf die Rückkehr einer Oberschule? Diese und ähnliche Fragen diskutieren derzeit die Städte und Gemeinden mit dem Landratsamt in Pirna. Denn der Landkreis ist derzeit dabei, seinen Schulnetzplan zu überarbeiten.

Dippser Gymnasium sucht Erweiterungsmöglichkeit

In Dippoldiswalde gab es dabei bereits eine Beratung von Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) und den Schulleitern. Die Beteiligten haben sich mit den Prognosen für die Schülerzahl beschäftigt. „Für meine Schule zeigen diese, dass wir in ein Kapazitätsproblem laufen“, sagt Volker Hegewald, der Leiter des Glückauf-Gymnasiums. Das Gymnasium braucht mehr Platz. Dafür könnte sich Hegewald mehrere Lösungen vorstellen. Eine wäre ein Erweiterungsbau am Standort des Gymnasiums. Eine andere Möglichkeit wäre die Nutzung vorhandener Gebäude beispielsweise an der Weißeritzstraße, wo früher das Berufliche Schulzentrum Dippoldiswalde ansässig war. Es wäre denkbar, dass dann eine ganze Klassenstufe an einem eigenen Standort untergebracht würde.

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Die Oberschule Schmiedeberg hat jetzt schon Platzprobleme, unterrichtet beispielsweise in fensterlosen Kellerräumen. Wenn die Schülerzahlen steigen, wird das Problem noch drängender. Auch dafür muss der Schulnetzplan eine Lösung bieten.

Die Oberschule in Klingenberg wird in wenigen Jahren nur noch für die Gemeinde ausreichen. Die Kinder aus den Nachbarorten brauchen aber auch eine Lösung.
Die Oberschule in Klingenberg wird in wenigen Jahren nur noch für die Gemeinde ausreichen. Die Kinder aus den Nachbarorten brauchen aber auch eine Lösung. © Egbert Kamprath (Archiv)

In Klingenberg und seinen Nachbargemeinden läuft die Diskussion derzeit um die Hans-Poelzig-Oberschule. Die wurde 2009 als 2,5-zügige Schule saniert. Bei steigenden Schülerzahlen müsste sie aber dreizügig laufen. Auch hier sind Platzprobleme absehbar. Für die Gemeinde Klingenberg würde die Schule ja noch reichen. Aber ihr Einzugsgebiet reicht darüber hinaus in die Tharandter Ortsteile Hartha und Fördergersdorf, nach Dorfhain oder Hartmannsdorf-Reichenau. Die Oberschüler aus diesen Orten müssten dann woandershin fahren.

Hoffnung für neue Glashütter Oberschule

Glashütte will eine Option in dem Plan verankern lassen: die Wiedereinrichtung einer Oberschule. „Wir haben darüber mit dem Landratsamt schon verhandelt. Aber die aktuellen Zahlen geben dafür keine Basis“, sagt Bürgermeister Markus Dreßler (CDU). Seine Hoffnung beruht nun darauf, dass es gelingt, weitere Einwohner für die Stadt zu gewinnen. In diesem Fall sollte auch die Möglichkeit einer eigenen Oberschule bestehen.

Dieses Jahr nicht mehr zu schaffen

Solche Probleme gibt es nicht nur in diesen Orten. Deswegen hat das Landratsamt Probleme, die unterschiedlichen Wünsche und Interessen aufeinander abzustimmen. Eigentlich sollte der Plan schon dieses Jahr fertig werden. Schon im Sommer war absehbar, dass dies nicht zu schaffen ist.

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Darum hat der Landkreis beim Kultusministerium eine Fristverlängerung beantragt und bekommen. Jetzt hat er noch ein Jahr länger Zeit – bis Silvester 2021. Nun soll bis Anfang Februar 2021 ein neuer Entwurf aufgestellt werden. Der wird dann an alle Gemeinden als Diskussionsgrundlage gehen. Bis Ende April 2021 sollen die sich darüber einigen. Danach hat der Kreistag das letzte Wort, informierte das Landratsamt. In seiner Juli-Sitzung soll er den neuen Schulnetzplan beschließen. Dann wird man sehen, ob noch eine Hoffnung auf eine Oberschule Glashütte besteht, neue Räume für das Gymnasium in Aussicht stehen oder die Klingenberger Schule erweitert werden soll.

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