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Neuer Hackerangriff auf das Rathaus Dipps

60-mal binnen 21 Sekunden wollten fremde Computer ins Netz der Stadtverwaltung. Doch die ist jetzt besser aufgestellt als noch vor Kurzem.

Schon wieder im Visier von Hackern war die Stadtverwaltung Dippoldiswalde. Dieses Mal hat das Sicherheitssystem im Rathaus standgehalten.
Schon wieder im Visier von Hackern war die Stadtverwaltung Dippoldiswalde. Dieses Mal hat das Sicherheitssystem im Rathaus standgehalten. © dpa

Die Stadtverwaltung Dippoldiswalde hat die Folgen des Hackerangriffs vom März dieses Jahres noch gar nicht ganz bewältigt, da war sie schon wieder im Visier von Cyber-Angreifern. Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) berichtete, dass vergangene Woche erneut eine Attacke auf die Computer der Stadtverwaltung gefahren wurde.

Fachleute gehen von einem automatisierten Angriff aus

Die Attacke ist am Donnerstagmorgen gelaufen. „Um 6.40 Uhr haben Unbekannte in 21 Sekunden 60 Anmeldeversuche bei uns unternommen“, sagte Körner. Fachleute schließen daraus, dass dies nicht auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, sondern der Angriff automatisiert erfolgt ist.

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Neues Computersystem mit dreistufiger Sicherheit

Dieses Mal blieben die Eindringlinge erfolglos. „Ich bin froh, dass wir uns entschieden haben, das Computersystem komplett neu einzurichten mit einer dreistufigen Sicherheit“, sagte Körner. Die Stadt Dippoldiswalde hat die erneute Attacke mit der Versicherung und Netzwerkspezialisten ausgewertet.

Im März waren chinesische Hacker in Verdacht

Im März ist der Hackerangriff nicht so glimpflich abgegangen. Nachdem die IT-Betreuer der Stadtverwaltung es mitbekommen hatten, wurde das komplette Computernetz der Stadt vom Internet getrennt und schrittweise komplett neu aufgebaut. Wochenlang war das Rathaus nicht voll arbeitsfähig. Im April blieb die Stadtverwaltung sogar drei Tage komplett geschlossen. Der Neuaufbau ist in seinen wesentlichen Zügen bewältigt, aber noch nicht abgeschlossen. Das wird sich noch bis Ende des Jahres hinziehen, erwartet die Oberbürgermeisterin.

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Im März haben die unbekannten Angreifer eine Schwachstelle im Microsoft-Exchange-Server ausgenutzt, der den Mailverkehr verwaltete. Nach Informationen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik wurde eine chinesische Hackergruppe namens Hafnium hinter dem Angriff vermutet, der neben der Stadt Dippoldiswalde Tausende andere Unternehmen und Einrichtungen in Deutschland getroffen hat.

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