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PLUS Dippoldiswalde

OB Körner verhandelt mit Windkraftfirma

Das Windrad um ein Fünftel kleiner und eine finanzielle Beteiligung der Nachbarorte. Mit diesen Zielen geht die Stadt Dipps in die Gespräche.

Hier auf dieser Wiese bei Sadisdorf sieht der Regionalplan neue Standorte für Windkraftwerke vor. Im Hintergrund stehen alte Anlagen bei Hennersdorf.
Hier auf dieser Wiese bei Sadisdorf sieht der Regionalplan neue Standorte für Windkraftwerke vor. Im Hintergrund stehen alte Anlagen bei Hennersdorf. © Egbert Kamprath

Die Verhandlungen der Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) mit der Firma Sabowind aus Freiberg haben in der vergangenen Woche begonnen, wie ihr Büro informierte.

Was wollen die Dippser, was will die Freiberger Firma?

Sabowind will erstens auf dem Vorranggebiet für Windkraft, das der Regionalplan zwischen Hennersdorf, Sadisdorf und Naundorf vorsieht, ein Windkraftwerk errichten. Zweitens plant das Unternehmen einen Solarpark zwischen Dippoldiswalde und Reichstädt. Beim Windkraftwerk will Dipps erreichen, das Sabowind den Wünschen der Anwohner entgegenkommt. Bei dem Solarpark ist Sabowind auf die Unterstützung der Stadt für den Bebauungsplan angewiesen.

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Kompromiss angestrebt

In den Gesprächen jetzt geht es um einen Kompromiss. Vier Wochen zuvor hatte der Stadtrat in einer Sondersitzung die Eckpunkte beschlossen, mit denen Körner in die Gespräche gehen soll. Dies waren im Wesentlichen die Reduzierung des geplanten Windrads von rund 240 auf 200 Meter Höhe, die Beteiligung der benachbarten Orte an den Einnahmen und die Anbindung des Solarparks an das Umspannwerk Ulberndorf nicht über eine Freileitung, sondern über ein Erdkabel. „Die endgültige Entscheidung zur Errichtung einer Windenergieanlage obliegt nicht der Stadtverwaltung Dippoldiswalde“, teilt das Büro der Oberbürgermeisterin mit.

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Körner will das Thema Windkraft über die Gespräche mit Sabowind hinaus klären. Sie will auch mit weiteren potenziellen Investoren zu ihren Vorhaben am Standort Sadisdorf sprechen und ein transparentes Verfahren führen. Körner teilt mit: „Dass auch Interessenten vor Ort eingebunden werden, ist mir wichtig. Ich möchte keine Überraschungen mehr, sondern Klarheit für uns und unsere Bürgerinnen und Bürger.“

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